Firmenausgründung der Universitätsmedizin Mainz KHR Biotech geht an den Start18. Mai 2021 Bild: © studio v-zwoelf – stock.adobe.com Die Universitätsmedizin Mainz freut sich über ein weiteres Spin-off aus ihren Reihen: das neue Biopharma-Unternehmen KHR Biotech GmbH. Die Ausgründung verfolgt das Ziel, innovative therapeutische Werkzeuge im Kampf gegen Krebs zu entwickeln. Basis für die Kooperation bilden die Forschungserfolge über das Proto-Onkogen Ras, welche der Leiter der Cell Biology Unit (CBU) der Universitätsmedizin Mainz, Prof. Krishnaraj Rajalingam, patentieren ließ. Partner in diesem Joint-Venture-Projekt ist die Firma Indivumed GmbH, die eine der weltweit größten Tumorgewebe- und Tumordatenbanken unterhält und mit der die Universitätsmedizin Mainz bereits seit vielen Jahren erfolgreich zusammenarbeitet. Das neue Unternehmen wird die Forschung und den wissenschaftlichen Ansatz von Rajalingam mit den Datenbank- und KI-Fähigkeiten von Indivumed kombinieren, um neue, auf den Ras-Signalweg zielende Krebsmedikamente schnell in die klinische Phase zu bringen.„Mit der Gründung von KHR Biotech ist ein wichtiger Schritt in der Umsetzung erfolgreicher Grundlagenforschung in die praktische, klinische Anwendung für den Patienten gemacht worden. Dies entspricht genau dem Ziel des Forschungszentrums Translationale Medizin der Universitätsmedizin Mainz”, erklärt der Wissenschaftliche Vorstand und Dekan der Universitätsmedizin Mainz, Prof. Ulrich Förstermann.Rajalingam, der auch Geschäftsführer der KHR Biotech ist, betont: „Es ist großartig und ein starker Ansporn, dass unsere langjährige Forschung zu onkogenen Signalwegen nun genutzt werden kann, um die Entwicklung von Krebstherapeutika voranzutreiben und die Behandlung von Tumoren zu individualisieren. Ich freue mich darauf, in Zusammenarbeit mit Professor Juhl und dem Indivumed-Team die Translationsforschung in der Krebsmedizin weiter voranzubringen.“„Mit Hilfe der enormen Menge an Daten und analytischen Werkzeugen, die unsere IndivuType Discovery-Lösung bereitstellt, können wir unsere schnelle Expansion in die Entwicklung von Krebsmedikamenten fortsetzen”, freut sich Prof. Hartmut Juhl, CEO und Gründer von Indivumed. „Wir sind stolz darauf, Teil von KHR Biotech zu sein und mit der Universitätsmedizin Mainz und Professor Rajalingam, einem der führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der onkogenen Signalwege in der Krebsforschung, zusammenzuarbeiten. Gemeinsam wollen wir Wirkstoffe entwickeln, die bei bestimmten Tumoren deregulierte Proteine hemmen, um beispielsweise Darm- und Lungenkrebs besser behandeln zu können. Ziel ist es, dass die gemeinsam entwickelten Medikamente zeitnah in die klinische Testphase eintreten sollen.”Rajalingam gilt als einer der anerkanntesten Experten auf dem Gebiet der molekularen Signalwege. Er kann zahlreiche, u. a. von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und Stiftungen geförderte, Forschungserfolge vorweisen, beispielweise im Rahmen des Sonderforschungsbereichs SFB 1292 „Gezielte Beeinflussung von konvergierenden Mechanismen ineffizienter Immunität bei Tumorerkrankungen und chronischen Infektionen”. Zusätzlich zu seiner Leitungsfunktion bei der CBU ist er Mitglied des Forschungszentrums für Immuntherapie (FZI) und des Universitären Centrums für Tumorerkrankungen (UCT) an der Universitätsmedizin Mainz. Diese hat das auf der Forschung und Entdeckung von Rajalingam basierende Patent an KHR Biotech übertragen und verschiedene betriebswirtschaftliche Vereinbarungen mit ihrer neuen Ausgründung getroffen.
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