FODMAP-Diät lindert Symptome des Reizdarmsyndroms6. Oktober 2022 © ricka_kinamoto – stock.adobe.com (Symbolbild) Zur Diät mit einem geringen Anteil an fermentierbaren Oligo-, Di-, Monosacchariden und Polyolen (FODMAP) wird beim Reizdarmsyndrom (RDS) geraten, wenn allgemeine Lebensstil- und Ernährungsempfehlungen nicht greifen. Obwohl die Effekte einer FODMAP-armen Ernährung auf die individuellen RDS-Symptome in Studien untersucht wurden, liegt dazu noch keine systematische Bewertung vor. Zudem wurden in einzelnen Studien alternative Methoden oder Kontrollmaßnahmen untersucht, ohne die derzeit beste Vergleichsgruppe zu definieren. Nun führten britische Forschende eine Netzwerk-Metaanalyse durch, um diese Unklarheiten zu beseitigen. Sie analysierten Studien, die über eine Low-FODMAP-Diät beim RDS berichteten. Die Wirksamkeit wurde als Verbesserung der generellen oder einzelner RDS-Symptome, einschließlich Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl und Stuhlgang, bewertet. Es konnten schließlich 13 geeignete Studien mit insgesamt 944 Patienten identifiziert werden. Hinsichtlich einer Verbesserung der generellen RDS-Symptome schnitt eine Low-FODMAP-Diät vs. eine gewohnte Ernährung am besten ab (Relatives Risiko [RR] der Symptome, die sich nicht verbesserten 0,67; 95%-KI 0,48–0,91; p-Score=0,99) und war allen anderen Interventionen überlegen. Ebenso erzielte die FODMAP-arme Diät bessere Resultate hinsichtlich der Schwere von Bauchschmerzen und Blähungen sowie bezüglich der Stuhlgewohnheiten, obwohl sie bei letzteren keiner der anderen Maßnahmen überlegen war. Weiterhin konnte mit einer FODMAP-armen Ernährung im Vergleich zu den Ernährungsempfehlungen der British Dietetic Association (BDA) und des National Institute for Health and Care Excellence (NICE) eine Verbesserung bezüglich Blähungen und Völlegefühl erreicht werden (RR 0,72; 95%-KI 0,55–0,94), wobei die BDA/NICE-Ernährungsberatung in keiner der Analysen einer anderen Intervention überlegen war. Fazit Damit ergab die FODMAP-arme Ernährung bei allen untersuchten Endpunkten durchgehend beste Resultate. Jedoch bleibt die Frage offen, welche Effekte eine Wiedereinführung bzw. Personalisierung der FODMAP-Diät auf die RDS-Symptome haben könnte. (je) Autoren: Black CJ et al. Korrespondenz: Alexander C. Ford; [email protected] Studie: Efficacy of a low FODMAP diet in irritable bowel syndrome: systematic review and network meta-analysis Quelle: Gut 2022;71(6):1117–1126. Web: https://doi.org/10.1136/gutjnl-2021-325214
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