FOKO 2019: BVF-Innovationspreis geht an Projekt “Baby on Time”21. Februar 2019 Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (li.), vergibt den Innovationspreis an das Projekt “Baby on Time”. (Foto: © Biermann Medizin) Um die Zahl der Frühgeburten in den Bundesländern Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern zu senken, haben Gynäkologen ein Vorsorgeprogramm etabliert, um Schwangere per Risikochecks engmaschiger zu überwachen. Dieses Projekt wurde nun vom Berufsverband der Frauenärzte (BVF) im Rahmen des FOKO mit dem Innovationspreis ausgezeichnet. Stellvertretend für alle Beteiligten haben Dr. Thomas Döbler (Frankfurt/Oder), Dipl.-Med. Ulrich Freitag (Wismar) und Dr. Stefan Skonietzki (Berlin) den Preis entgegengenommen. Das Projekt wird sowohl von der AOK Nordost als auch von der Forschung Beratung Evaluation (FBE) GmbH unterstützt. Es wurde 2014 initiiert und läuft auf unbestimmte Zeit. Die Untersuchungen gehen über die etablierten Muterschaftsrichtlinien heraus. So wird zunächst per Fragebogen das Risikoprofil der Schwangeren ermittelt. Hat sie beispielsweise ein erhöhtes Risiko für Gestationsdiabetes, werden zusätzliche Maßnahmen wie Diabtesschulung oder weitere Ultraschalluntersuchungen durchgeführt. Bei einem erhöhten Risiko für Vaginalinfektionen wird dagegen sofort ein Vaginalabstrich vorgenommen und gegebenenfalls so schnell wie möglich eine antibiotische Therapie eingeleitet. “Durch den Preis werden wichtige Punkte anerkannt”, sagte Döbler in einer kurzen Dankesrede. So werde “damit die Multikausalität von Frühgeburten gewürdigt”, denn bei “Baby on Time” arbeiten nicht nur Gynäkologen sondern auch Diabetologen Hand in Hand. “Zweitens ist dieses Projekt ein schönes Beispiel für ein länderübergreifendes Projekt, da die Länder Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sind.” Zum Schluss sei durch das Projekt eine konsequente umfassende Betreuung von Schwangeren möglich, wodurch das Risiko von Frühgeburten deutlich gesenkt werden kann, ist sich Döbler sicher.
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