Folgen von Armut können bei Frauen zur Verringerung der Eierstock-Reserven führen11. März 2024 Foto: © SewcreamStudio/stock.adobe.com Eine neue US-Studie legt nahe, dass die Folgen eines Lebens in Armut bei Frauen den Spiegel des Anti-Müller-Hormons erhöhen, was im Laufe der Zeit möglicherweise zu einem größeren Verlust der Eierstockfollikel führen kann. Die Ergebnisse einer neuen Studie deuten darauf hin, dass die Benachteiligung der Nachbarschaft die Eierstockreserve und den Zeitpunkt der Menopause beeinflussen könnte. Die Ergebnisse der Umfrage wurden in der Fachzeitschrift „Menopause“, der Zeitschrift der Menopause Society, USA, veröffentlicht. Dies ist nicht die erste Studie, die den sozioökonomischen Status mit der Eierstockreserve und einem früheren Alter in der Menopause in Verbindung bringt. Beispielsweise wurden in einer landesweiten Studie zur Frauengesundheit ein geringerer Bildungsabschluss und ein geringerer Arbeitslosigkeitsstatus mit einem früheren Einsetzen der Wechseljahre in Verbindung gebracht, unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, Rauchen, Verwendung von Verhütungsmitteln, Familienstand und Herzerkrankungen in der Vorgeschichte. Was diese neue Studie mit mehr als 1000 gesunden Frauen vor der Menopause einzigartig macht, ist ihr Fokus auf die Auswirkungen sozioökonomischer Benachteiligung auf Nachbarschaftsebene. Insbesondere wurde die Gesamtexposition gegenüber Armut in der Nachbarschaft über den Zeitraum des Erwachsenenalters im Verhältnis zur Eierstockreserve untersucht, die durch den Anti-Müller-Hormonspiegel und die Anzahl der Antral-Follikel indiziert wurde. „Diese Studie verdeutlicht die möglichen Auswirkungen von Widrigkeiten in der frühen Lebensphase und insbesondere der Armut in der Nachbarschaft auf die Eierstockreserve, was wiederum Auswirkungen auf den Zeitpunkt des Einsetzens der Wechseljahre und das Risiko für altersbedingte Krankheiten hat. Diese Erkenntnisse tragen zum Verständnis der negativen Auswirkungen von psychischem Stress auf die reproduktive Gesundheit bei“, betont Dr. Stephanie Faubion, medizinische Direktorin der Menopause Society.
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