Forscher untersuchen zelluläre Schutzmechanismen6. April 2018 Jörg Höhfeld vom Institut für Zellbiologie der Universität Bonn. (Foto: © Barbara Frommann/Uni Bonn) In unserem Körper wirken ständig mechanische Kräfte. Wie sich unsere Zellen und Gewebe gegen mechanische Belastungen schützen, untersucht eine Forschungsgruppe um den Zellbiologen Prof. Jörg Höhfeld von der Universität Bonn. Mechanische Kräfte spielen an vielen Stellen unseres Körpers eine entscheidende Rolle. Muskeln und Herz erzeugen mechanische Kräfte. Haut und Knochen müssen solchen Kräften widerstehen. In der Niere erfolgt eine Filterung des Blutes unter ständiger mechanischer Belastung durch den Blutdruck. Und auch bei der Wanderung von Zellen im Zuge der Immunabwehr oder der Krebsentstehung üben mechanische Kräfte einen großen Einfluss aus. In einer Muskelfaser zerstört mechanische Belastung die regelmäßige Anordnung der Gerüstproteine (magenta) und führt zu beschädigten Bereichen (rot). (Bild: © Dieter Fürst/Institut für Zellbiologie) „Dabei kommt es fortwährend zu einer Beschädigung und einer Abnutzung der Proteinbestandteile unserer Zellen“, erläutert der Sprecher der neuen Forschungsgruppe Prof. Jörg Höhfeld vom Institut für Zellbiologie der Universität Bonn. „Die beschädigten Proteine müssen dann entsorgt und durch neue ersetzt werden. Nur so können unsere Zellen weiterhin ihre Aufgaben erfüllen.“ Welche Vorgänge bei der Entsorgung und Neubildung mechanisch beschädigter Proteine zum Tragen kommen, untersucht nun ein Verbund aus Forschern der Universitäten Bonn, Köln und Freiburg sowie des Forschungszentrums Jülich und der Deutschen Sporthochschule Köln. Die Forscher erwarten nicht nur neue Einblicke in grundlegende Zellvorgänge, sondern auch die Aufdeckung der Ursachen von Muskel-, Nieren- und Immun-Erkrankungen. Eine besondere Bedeutung hat das Vorhaben aus sportmedizinscher Sicht. „Die Arbeiten sollten es erlauben, Trainingsprogramme für den Muskelaufbau bei der Rehabilitation und im Leistungssport zu verbessern“, sagt Dr. Sebastian Gehlert von der Deutschen Sporthochschule Köln. Die Forschungsgruppe wird in den nächsten drei Jahren mit knapp drei Millionen Euro durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert.
Mehr erfahren zu: "Terminservicestellen: Bestehende Angebote nicht vollständig genutzt" Terminservicestellen: Bestehende Angebote nicht vollständig genutzt Wie eine Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) zeigt, werden nicht alle Angebote zur Terminvermittlung der Terminservicestellen genutzt. Allerding gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Fachgruppen.
Mehr erfahren zu: "Krankenhäuser fürchten neue Milliardenlöcher und Pleiten" Krankenhäuser fürchten neue Milliardenlöcher und Pleiten Die große Mehrheit der deutschen Krankenhäuser ist in finanziell prekärer Lage. Die Einsparungen der Bundesregierung werden die Not einer Umfrage unter Klinikchefs zufolge noch vergrößern.
Mehr erfahren zu: "Weltmännertag: Echte Stärke heißt auch, auf sich selbst zu achten" Weltmännertag: Echte Stärke heißt auch, auf sich selbst zu achten Zum Weltmännertag am 3. November weist das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) auf das Problem hin, dass Männer oftmals nicht genug auf sich selbst achten – mit Folgen für Gesundheit […]