Forschung trifft Verantwortung: FBN diskutiert Zukunft der Nutztierhaltung21. Mai 2026 Gemeinsam mit dem Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt seine Forschung in der Landesvertretung MV Foto: © Boerner Wie kann Nutztierhaltung künftig tiergerecht, klimaresilient und zugleich wirtschaftlich tragfähig gestaltet werden? Darüber diskutierten Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Verbänden und Praxis beim Parlamentarischen Abend des Forschungsinstituts für Nutztierbiologie (FBN) in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Berlin. Zu der Veranstaltung hatten das FBN, das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern sowie die Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern beim Bund eingeladen. Forschung als Grundlage politischer Entscheidungen Prof. Klaus Wimmers, Vorstand des FBN, hob die Rolle der Forschung für eine zukunftsfähige Nutztierhaltung hervor: „Die Herausforderungen für die Nutztierhaltung lassen sich nur mit wissenschaftlich fundierten Lösungen bewältigen. Am FBN verbinden wir Grundlagenforschung mit konkreten Ansätzen für mehr Tierwohl, Nachhaltigkeit und resiliente Agrarsysteme – kurz gesagt: Forschung für eine bessere Nutztierhaltung.“Im wissenschaftlichen Impulsvortrag sprach Prof. Wilhelm Windisch, emeritierter Professor der Technischen Universität München, über die Bedeutung der Nutztierhaltung für resiliente Agrarsysteme. Backhaus: FBN ist Spitzeneinrichtung der Agrarforschung „Das Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf ist heute eine bundesweit und international anerkannte Spitzeneinrichtung der Agrarforschung. Mecklenburg-Vorpommern hat sich immer klar zum Standort bekannt und dessen Entwicklung konsequent unterstützt – mit erheblichen Investitionen in Infrastruktur und Forschung. Das FBN verbindet Grundlagenforschung mit konkretem Nutzen für die landwirtschaftliche Praxis und leistet wichtige Beiträge für Tierwohl, Klimaanpassung, Emissionsminderung und Ernährungssicherung. Herausragend sind unter anderem die Arbeiten zur Entschlüsselung und funktionellen Genomforschung bei Rind, Schaf und weiteren Nutztieren sowie die erfolgreiche Sequenzierung des Zander-Genoms als wichtiger Aquakulturfisch. Das FBN ist ein unverzichtbarer Bestandteil der deutschen Forschungslandschaft. Deshalb unterstützt Mecklenburg-Vorpommern ausdrücklich den weiteren Entwicklungsprozess des Instituts und dessen Rückkehr in die Leibniz-Gemeinschaft“, so Minister Dr. Till Backhaus. Minister Dr. Till Backhaus eröffnet den parlamentarischen Abend in Berlin. Foto: © Boerner Forschung zum Anfassen Im Anschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des FBN. An den Tischen standen Forschende des Instituts als direkte Ansprechpartner zur Verfügung. Darüber hinaus präsentierte das FBN im Foyer ausgewählte Forschungsprojekte und Exponate aus der aktuellen Arbeit des Instituts.Gezeigt wurden unter anderem der virtuelle „Milchviehstall der Zukunft“, innovative Ansätze zur automatisierten Tierwohlanalyse mit KI, neue Konzepte der Insektenfütterung für eine ressourcenschonende Nutztierhaltung sowie digitale Monitoring-Systeme für die Weidehaltung von Schafen. Auch Projekte zur Verbindung von Schafhaltung und Agriphotovoltaik verdeutlichten, wie Forschung zur Lösung aktueller Zielkonflikte in Landwirtschaft und Landnutzung beitragen kann.Der Parlamentarische Abend fand zudem vor dem Hintergrund des Antrags des FBN auf Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft statt. Mit seiner Forschung zu biologischen Grundlagen landwirtschaftlicher Nutztiere leistet das Institut einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftsbasierten Weiterentwicklung resilienter Agrarsysteme.
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