Forschung und Behandlung für krebskranke Kinder unter einem Dach28. September 2020 Vorstellung des KiTZ-Neubaus (v. l.): Prof. Olaf Witt (Direktor KiTZ), Prof. Michael Baumann (Vorstandsvorsitzender DKFZ), Gerda Tschira (Stifterin, ODWIN gGmbH), Prof. Andreas Kulozik (Direktor KiTZ), Dietmar Hopp (Stifter, Dietmar Hopp Stiftung GmbH), Theresia Bauer (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg), Prof. Stefan Pfister (Direktor KiTZ), Hanno Chef-Hendriks (Heinle, Wischer und Partner, Freie Architekten), Willem Tell (Vorstandsmitglied von BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“), Prof. Ingo Autenrieth (Vorstandsvorsitzender UKHD), Till Behnke (Heinle, Wischer und Partner, Freie Architekten), Manfred Fuchs (Stifter, Geschäftsführer Fuchs Petrolup SE) (Foto: Tobias Schwerdt/KiTZ) Bildquelle: Tobias Schwerdt/KiTZ Stiftungen schenken dem Land Baden-Württemberg den Neubau des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg im Wert von 85 Millionen Euro. In Deutschland erhalten jedes Jahr Eltern von rund 2000 Kindern die furchtbare Diagnose, dass ihr Kind an Krebs erkrankt ist. Obwohl sich Forschung und Behandlungsmöglichkeiten in den letzten Jahrzehnten verbessert haben, mangelt es immer noch an Therapien, die speziell auf Kinder zugeschnitten sind. Ein Neubau des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg (KiTZ), den die Dietmar Hopp Stiftung GmbH und die ODWIN gGmbH in Heidelberg errichten und dem Land Baden-Württemberg schenken werden, soll bundesweit einzigartige Voraussetzungen für Forschung und Patientenbehandlung unter einem Dach schaffen. Am 24. September stellten Vertreter der Stiftungen zusammen mit Verantwortlichen aus Politik, dem KiTZ, Medizin und Wissenschaft sowie des ausführenden Architekturbüros das Konzept des Gebäudes vor, das auch für Patienten und ihre Angehörigen ein ganz besonderes, die Genesung förderndes Umfeld schaffen soll. Das „Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg“ (KiTZ) ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und der Universität Heidelberg (Uni HD). Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer sieht das KiTZ als beispielhaft für die Medizin der Zukunft: „Ich bin den Spendern für ihre außergewöhnliche Unterstützung überaus dankbar. Dem KiTZ als einem Leuchtturm der universitären Spitzenmedizin im Land eröffnen sich mit dem Neubau wichtige Entwicklungsmöglichkeiten. Aus der hier möglichen engen Verbindung von Grundlagenforschung und Krankenversorgung können neue innovative Therapien zur Behandlung von Krebs bei Kindern entstehen. Der Neubau und die hohe fachliche Expertise der Menschen, die das KiTZ mit Leben füllen, bieten dafür hervorragende Voraussetzungen. Das KiTZ steht exemplarisch für die Kooperation zwischen Universitätsmedizin und außeruniversitärer Forschung – und damit für die Medizin der Zukunft.“ Dem schloss sich Prof. Ingo Autenrieth, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Heidelberg, an: „Dieser Neubau steht für die Weiterentwicklung einer modernen, integrierten Krebsmedizin für Kinder, von der Forschung über Diagnostik und Therapie bis zur umfassenden Nachsorge, Pflege und Fürsorge. Im Namen unserer engagierten Mitarbeiter, der Patienten und ihrer Familien danke ich den Spendern ganz herzlich.“ Patientenzimmer des geplanten KiTZ-Neubaus, mit dem das Architekturbüro Heinle, Wischer und Partner beauftragt wurde. (Quelle: Heinle, Wischer und Partner) Prof. Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender des DKFZ, ergänzte: „Im KiTZ haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DKFZ gemeinsam mit den Ärztinnen und Ärzten des Universitätsklinikums Heidelberg ihre viel beachtete Forschung erfolgreich in maßgeschneiderte Ansätze für eine bessere Diagnostik und Behandlung krebskranker Kinder übertragen. Von diesen neuen Therapiemöglichkeiten profitieren die jungen Patientinnen und Patienten schon jetzt.“ Den Grund, auf dem der Neubau entsteht, stellt das Land zur Verfügung. Die Baukosten in Höhe von insgesamt 85 Millionen Euro tragen zum überwiegenden Teil die Dietmar Hopp Stiftung und die ODWIN gGmbH von Gerda Tschira. Zu den weiteren Spendern gehören Bild Hilft e.V. mit sechs Millionen und der Mannheimer Unternehmer Dr. Manfred Fuchs, der das Vorhaben mit einer Million Euro unterstützt. „Seit 25 Jahren sind das Universitätsklinikum Heidelberg, das DKFZ und meine Stiftung eng miteinander verbunden. Das gilt ganz besonders für die Kindermedizin und Kinderkrebsmedizin“, erklärte Dietmar Hopp. Die Angst, eines seiner Kinder könne an Krebs erkranken, sei 1995 einer der Gründe gewesen, die Dietmar Hopp Stiftung ins Leben zu rufen. „Wenn wir jetzt durch die Errichtung dieses wegweisenden Zentrums daran mitwirken können, die Sterberate von betroffenen Kindern zu senken und damit Familien unermessliches Leid zu ersparen, erfüllt mich das mit Freude und Dankbarkeit“, sagte Hopp. Als Besonderheit des Projekts hob er das Leitbild hervor, das die Stiftungen gemeinsam mit Mitarbeitenden am KiTZ erarbeitet haben: Es orientiert sich überwiegend am Patienten, sowohl an der Krankenversorgung als auch an der Forschung. Es ist das zentrale Element der formalen, strategischen, organisatorischen, operativen, baulichen und sozialen Ausrichtung und für alle Projektbeteiligten maßgeblich.
Mehr erfahren zu: "Projekt für Umgang mit psychisch belasteten Schülern startet" Projekt für Umgang mit psychisch belasteten Schülern startet Verhaltensauffälligkeiten nehmen auch im Schulalltag zu. Nach langer Planung startet in Sachsen nun ein Projekt, das Lehrkräfte sowie Schulleitungen entlasten soll.
Mehr erfahren zu: "Pandemie-Folgen: Tausende Teenager mit Angststörungen und Panikattacken" Pandemie-Folgen: Tausende Teenager mit Angststörungen und Panikattacken Auch mehrere Jahre nach Ende der Corona-Pandemie prägt diese Zeit noch Tausende Teenager in Baden-Württemberg in Form psychischer Erkrankungen.
Mehr erfahren zu: "Chirurgieverband zu den Hybrid-DRG-Neuerungen: Ambulantisierung kann so nicht gelingen" Chirurgieverband zu den Hybrid-DRG-Neuerungen: Ambulantisierung kann so nicht gelingen Der Berufsverband der Deutschen Chirurgie (BDC) befürchtet, dass mit der jetzigen Ausgestaltung der Hybrid(H)-DRGs das angestrebte Ziel der Ambulantisierung nicht erreicht werden kann. Er fordert daher eine sachgerechte Refinanzierung vor […]