Forschungsergebnisse – spektakulär, aber falsch4. Juli 2018 Foto: © psdesign1 Neurowissenschaftlerinnen und Neurowissenschaftler diskutieren in Berlin darüber, wie sie ihre Ergebnisse auf eine solide Basis stellen können. Die „kalte“ Kernfusion im Reagenzglas, homöopathische „Hochpotenzen“, die das Immunsystem steuern und „Alien-Bakterien“, die Arsen in ihre Erbsubstanz einbauen: Zweierlei eint diese wissenschaftlichen Resultate. Sie sind spektakulär – und höchstwahrscheinlich falsch. Unbeteiligten war es nicht möglich, die Ergebnisse zu wiederholen. Reproduzierbarkeit ist aber das A und O in den Naturwissenschaften. Besonders heftig wird das Thema zur Zeit in der Hirnforschung diskutiert, hier ist inzwischen sogar von einer „Krise der Reproduzierbarkeit“ die Rede. In Berlin treffen sich nun Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, um einen Ausweg aus dieser Krise zu finden. „Um das Vertrauen in wissenschaftliche Ergebnisse zu stärken, muss der fachliche Erkenntnisprozess belastbar, transparent und nachvollziehbar sein“, sagte Prof. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), das das Symposium gemeinsam mit dem QUEST Center for Transforming Biomedical Research organisiert. Veranstaltet wird das in englischer Sprache abgehaltene Symposium am 6. Juli 2018 im Rahmen des FENS Forum of Neuroscience, der größten Tagung der Neurowissenschaften in Europa. Es wird von der Vereinigung der Europäischen Neurowissenschaftlichen Gesellschaften (Federation of European Neuroscience Societies, FENS) organisiert. Zu den Themen gehören die Frage nach der Bedeutung der Reproduzierbarkeit (Prof. Ulrich Dirnagl, QUEST), die Wiederholbarkeit von Bildern aus dem Gehirn (Prof. John-Dylan Haynes, Charité) sowie das Finanzieren von Studien in den Neurowissenschaften, die Ergebnisse reproduzieren (Prof. Andreas Meyer-Lindenberg, Deutsche Forschungsgemeinschaft). Veranstaltungsort ist die „Holzlaube“ in der Freien Universität Berlin, Raum 2.2058 und 2.2059, Fabeckstraße 23 – 25, 14195 Berlin. Der Eintritt ist frei, Registrierung unter https://www.bfr-akademie.de/index.php/english/events/fens-satellite.html
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