Forschungskonsortium zu seltener Erkrankung des Nierenfilters verlängert

Foto: © artrachen, stock.adobe.com
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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verlängert die Förderung des länderübergreifenden STOP-FSGS-Konsortiums unter Leitung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Das Konsortium arbeitet an der Entschlüsselung der molekularen Grundlagen sowie der Entwicklung neuer Diagnose- und Therapieansätze zur Behandlung der Nierenerkrankung FSGS.

Die beteiligten Wissenschaftler:innen wollen darüber hinaus vereinheitlichte Register für Patient:innenproben generieren und zudem mit Patient:innenvertreter:innen und -organisationen zusammenarbeiten, um eine deutschlandweite Aufklärungs- und Informationsplattform zu entwickeln. Das BMBF fördert das Konsortium mit rund 2,6 Millionen Euro. Hierbei handelt es sich um eine Anschlussförderung für erfolgreiche und zukunftsfähige Verbünde im Rahmen des Förderprogramms für translationsorientierte Verbundvorhaben im Bereich der Seltenen Erkrankungen.

FSGS ist eine seltene Erkrankung des Nierenfilters, die oft in einem Nierenversagen endet und somit eine Dialyse-Behandlung und Nierentransplantation für die Patient:innen erforderlich macht. Die Patient:innen erfahren durch die Erkrankung eine große Einschränkung ihrer Lebensqualität. Bis heute sind Diagnose und Behandlung der FSGS noch weitgehend unerforscht. „Das Stop-FSGS-Konsortium bietet die Chance, die Diagnostik, Früherkennung und Therapie für die Betroffenen in den nächsten Jahren nachhaltig weiterzuentwickeln“ sagt der Leiter des Konsortiums Prof. Dr. Tobias Huber, Direktor der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik des UKE. Neben dem UKE sind Wissenschaftler:innen der Uniklinika Aachen, Erlangen, Greifswald und Köln an dem Forschungsvorhaben beteiligt.