Forum Gesundheitsforschung empfiehlt Clinician und Advanced Clinician Scientist Programme7. November 2018 Foto: © FotolEdhar – Fotolia.com Das Forum Gesundheitsforschung empfiehlt die nachhaltige Etablierung von Förderprogrammen für Clinician und Advanced Clinician Scientists. Diese Ärztinnen und Ärzte, die sowohl klinisch als auch wissenschaftlich tätig sind, seien das entscheidende Bindeglied, damit Forschung und Versorgung eng miteinander verzahnt werden. In Deutschland mangelt es jedoch an diesen Fachkräften. Forschende Ärztinnen und Ärzte verbinden Forschung und Versorgung. Sie tragen dazu bei, neue Erkenntnisse zügig aus der Forschung zum Menschen zu bringen und Erkenntnisse aus der Versorgung in die Forschung zurück zu spiegeln. Um junge wissenschaftliche Talente für eine Karriere in der medizinischen Forschung zu begeistern, sind Perspektiven und Planungssicherheit erforderlich. In der medizinischen Forschung zeichnet sich ein deutlicher Nachwuchsmangel ab, unter anderem aufgrund des demographischen Wandels. Zudem verlangt die zunehmende Spezialisierung der Medizin nach arbeitsteiligen Organisationsstrukturen. Langfristig sind mehr dauerhafte Zielpositionen mit gesicherter Finanzierung erforderlich. Die im Forum Gesundheitsforschung vertretenen Akteure möchten den Nachwuchsmangel an forschenden Ärztinnen und Ärzten nachhaltig beheben. Sie haben sich daher zu einem abgestimmten Vorgehen verpflichtet: Für die gezielte Aus- und Weiterbildung von forschenden Ärztinnen und Ärzten wird die Universitätsmedizin Clinician Scientist-Programme bundesweit implementieren. Um forschenden Ärztinnen und Ärzten eine attraktive eigenständige Karriere in der klinischen Forschung zu ermöglichen, werden sowohl die Universitätsmedizin als auch die außeruniversitären Gesundheitsforschungseinrichtungen und die Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung eigenständige Leitungspositionen und Tenure Track-Positionen für Advanced Clinician Scientists ausbauen. Dies eröffnet den forschenden Ärztinnen und Ärzten eine Planungsperspektive. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) werden ihre Förderung für forschende Ärztinnen und Ärzte ausbauen und dadurch die notwendigen Anpassungen in der medizinischen Forschung anstoßen. Der Deutsche Hochschulmedizin e.V. wird die weitere Abstimmung der Akteure koordinieren. Ziel aller beteiligen Akteure ist es, Ausbildung und Karriereperspektiven des klinisch-wissenschaftlichen Nachwuchses langfristig und systematisch sicherzustellen und dem fächerspezifischen Bedarf an Leitungspositionen anzupassen.
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