Frakturprävention: Alle Frauen über 65 Jahren screenen

Osteoporose
Bild: Vier Stadien der Osteoporose © crevis – fotolia.com

Die US Preventive Services Task Force (USPSTF) hat ihre Empfehlungen zum Screening auf Osteoporose aktualisiert. Medikamentöse Therapien sind der Task Force zufolge in der Lage, die Rate osteoporotischer Frakturen bei postmenopausalen Frauen zu reduzieren. Sie empfiehlt deshalb, Frauen ab dem 65. Lebensjahr mittels Knochenmessung auf Osteoporose zu screenen, um osteoporotischen Frakturen vorzubeugen.

Frauen unter 65 Jahren sollen nur dann zur Vorbeugung osteoporotischer Frakturen auf Osteoporose gescreent werden, wenn sie ein erhöhtes Osteoporoserisiko haben. Dieses soll durch ein klinisches Risikobeurteilungsinstrument ermittelt werden. Hinsichtlich der Prävention osteoporotischer Frakturen bei Männern kommt die USPSTF zu dem Schluss, dass die derzeitige Evidenz nicht ausreiche, um zu beurteilen, ob ein Screening auf Osteoporose mehr schaden oder mehr nützen würde.

Autoren: Curry SJ et al
Korrespondenz: University of Iowa, Iowa City, IA, USA
Studie: Screening for Osteoporosis to Prevent Fractures: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement
Quelle: JAMA 2018 Jun 26;319(24):2521–2531.
Web: jamanetwork.com/journals/jama