Freiburg: Robotik-Experte Roosen formt Doppelspitze mit Chefarzt Tritschler30. September 2021 Stefan Tritschler, Alexander Roosen (v.l.). Foto: Loretto-Krankenhaus Prof. Alexander Roosen, Experte für roboterassistierte Chirurgie, leitet ab sofort gemeinsam mit Prof. Stefan Tritschler die Urologie am Loretto-Krankenhaus im Freiburger Stadtteil Wiehre. Wie das Klinikum mitteilt, soll Roosen zusammen mit Tritschler den neu erworbenen daVinci-Operationsroboter am Loretto-Krankenhaus etablieren. Die beiden kennen sich noch von früher: „Wir haben schon als Assistenz- und Oberärzte in München zusammengearbeitet,“ erinnert sich Roosen. Im Jahr 2008 kam er in die bayerische Landeshauptstadt, 2015 wechselte er nach Bochum, um sich an einem ausgewiesenen und federführenden Zentrum für minimalinvasive Chirurgie in das gesamte Indikationsspektrum der robotischen Urologie einzuarbeiten. Mehr als 400 Operationen fanden im Schnitt jedes Jahr dort auf zwei Operationsrobotern statt. „Obwohl Operationsroboter eigentlich ein irreführender Begriff ist,“ betont Roosen. „Denn während ein Roboter alles selbst ausführt, ist der daVinci vielmehr ein Werkzeug. Ein tolles Werkzeug zwar, aber eben auch nur so gut, wie die Person, die ihn bedient. Für uns Urologen ist er das perfekte Arbeitsgerät.“ „Der daVinci ist der Goldstandard für die chirurgische Robotik,“ findet auch Tritschler. Er freut sich auf die gemeinsame Arbeit mit Roosen und die gemeinsame Weiterentwicklung der Urologie am Loretto-Krankenhaus. „Die Robotik hat die Urologie in den vergangenen zwei Jahrzehnten grundlegend verändert,“ fügt er hinzu. „Gleichzeitig einen daVinci zu bekommen und Professor Roosen von uns überzeugen zu können, ist für die Versorgung urologischer Patienten der Region auf höchstem Niveau ein riesiger Glücksfall. Wir ergänzen uns optimal in Expertise und Erfahrungsschatz – es gibt nun schlicht gesagt nichts, was wir hier im Bereich der urologischen Chirurgie nicht anbieten können.“ „Dass wir mit Professor Roosen einen so erfahrenen Operateur im Bereich der Robotik gewinnen konnten und er und Professor Tritschler die Urologie zukünftig gemeinsam leiten werden, ist ein unschätzbarer Gewinn für das Loretto-Krankenhaus,“ freut sich auch Artemed-Konzerngeschäftsführer Dr. Benjamin Behar. „Wir setzen grundsätzlich viel lieber auf Teamstrukturen als auf die klassische Hierarchiepyramide. Eine Doppelspitze aus versierten Experten ist da natürlich ein Traum.“ Auch die Experten selbst sehen der Zusammenarbeit auf Augenhöhe freudig entgegen. „Wir haben hier im Loretto-Krankenhaus ideale Voraussetzungen für ein Facharztzentrum. So eng verzahnt, wie wir mit niedergelassenen Ärzten zusammenarbeiten – das ist keine Selbstverständlichkeit,“ sagt Tritschler. Für Roosen war sie sogar ein Argument, sich ganz bewusst für eine eher kleine Klinik wie das Loretto-Krankenhaus zu entscheiden. „Ich habe im Laufe meiner Karriere viele Kliniken – auch die ganz großen – kennengelernt und weiß zu schätzen, wie hier am Patienten gearbeitet wird. Der persönliche Kontakt, die individuelle Therapieplanung und das Herzblut, dass in jeden Einzelnen gesteckt wird, suchen ihresgleichen. Wechselnde Ansprechpartner und Massenabfertigung gibt es hier nicht. Das halte ich persönlich für einen wichtigen Faktor für den langfristigen Behandlungserfolg.“ (Loretto-Krankenhaus/ms)
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