Frühere Menopause mit höherem Risiko für Bronchiektasen assoziiert3. September 2026 Symbolbild © Tahubulat/stock.adobe.com Frauen, bei denen die Menopause früher eintritt, haben ein höheres Risiko, an Bronchiektasen zu erkranken. Dies geht aus einer neuen Studie hervor, die in der Fachzeitschrift „Chronic Obstructive Pulmonary Diseases: Journal of the COPD Foundation“ veröffentlicht wurde. Bronchiektasen sind eine chronische Lungenerkrankung, die durch erweiterte Atemwege gekennzeichnet ist, welche verdickt und/oder vernarbt sind. Diese dauerhaft erweiterten Atemwege führen zu einer Schleimansammlung und einer beeinträchtigten Beseitigung von Bakterien aus der Lunge. Schätzungen zufolge erhalten weltweit mehr als eine Million Menschen die Diagnose Bronchiektasen. Bronchiektasen treten bei Frauen fast doppelt so häufig auf wie bei Männern. Frauen nach der Menopause haben ein höheres Risiko für die Erkrankung; allerdings ist aus der Forschung nicht eindeutig ersichtlich, wie sich die reproduktive Lebensspanne einer Frau auf dieses Risiko auswirkt. Langzeitstudie mit fast 97.000 Frauen In die Studie wurden fast 97.000 Frauen nach der Menopause einbezogen, die an der „Women’s Health Initiative“ (WHI) teilnahmen. Bei der WHI handelt es sich um eine Langzeitstudie zur Gesundheit von mehr als 161.000 Frauen nach der Menopause, die zwischen 1993 und 1998 an 40 klinischen Zentren in den USA durchgeführt wurde. Mehr als die Hälfte der Teilnehmerinnen wandte eine Hormontherapie nach der Menopause an. Die Forschenden untersuchten, ob die Dauer der reproduktiven Lebensspanne (mit und ohne Hormontherapie) sowie das Alter bei Eintritt der Menopause mit dem Risiko zusammenhängen, im Erwachsenenalter an Bronchiektasen zu erkranken. Höheres Risiko bei früherer Menopause und Hormontherapie Die Ergebnisse zeigten, dass Frauen mit einer kürzeren reproduktiven Lebensspanne ein höheres Risiko für Bronchiektasen aufwiesen. Ohne Hormontherapie hatten Frauen mit einer reproduktiven Lebensspanne von mehr als 40 Jahren ein um 22 Prozent geringeres Risiko, an Bronchiektasen zu erkranken, verglichen mit Frauen, deren reproduktive Lebensspanne weniger als 30 Jahre betrug. Die Anwendung einer Hormontherapie war mit einem um 19 Prozent höheren Risiko für Bronchiektasen verbunden. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass reproduktive Gesundheit und hormonelle Faktoren eine wichtige Rolle für das Bronchiektasen-Risiko bei älteren Frauen spielen könnten“, erklärt Dr. Alexander Geyer von der Cleveland Clinic, der Hauptautor der Studie. Es ist weitere Forschung erforderlich, um zu verstehen, wie sich reproduktive Hormone auf die Gesundheit der Atemwege auswirken können und ob eine Hormontherapie das Risiko für Bronchiektasen bei postmenopausalen Frauen beeinflussen könnte. (lj/BIERMANN)
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