Fundiertes Informationsportal zum Rückenschmerz16. Oktober 2020 Foto: joyfotoliakid, AdobeStock Interessierte Ärzte und Patienten können über ein neues Rückenschmerzportal und eine Suchmaschine kostenlos evidenzbasierte Gesundheitsinformationen erhalten. Das Portal wurde im Rahmen des G-BA-geförderten Forschungsprojektes „Gute Arzt-Patienten-Kommunikation“ (GAP) vom Institut für Evidenz in der Medizin (für Cochrane Deutschland Stiftung) und dem Institut für Allgemeinmedizin der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg entwickelt. Fundierte Hilfe können betroffene Rückenschmerzpatienten über das Portal (http://www.tala-med.de) und eine Suchmaschine (https://gapsearch.imbi.uni-freiburg.de) erwarten, teilte der BKK Landesverband Bayern mit. Vor drei Jahren starteten die Betriebskrankenkassen das Projekt Gut informierte Kommunikation zwischen Arzt und Patient, kurz GAP. Es soll Ärzten und Patienten unterstützen, ein gut informiertes Arzt-Patienten-Gespräch bei Rückenschmerzen zu führen. Das GAP-Team aus Wissenschaftlern und Praktikern von mehreren Universitäten baute dafür die talamed-Plattform für Betroffene und Hausärzte auf. Ergänzt wird das Portal durch die GAP-Suchmaschine, die Gesundheitsinformationen auch zu anderen Erkrankungen findet. Durch die Nutzung des talamed-Rückenschmerzportals sollen Patienten und deren Hausärzte befähigt werden, sich nach neuestem medizinischem Wissensstand mit der Diagnose und Therapie von Rückenschmerzen auseinanderzusetzen. Dabei erhalten beide Seiten über einen niedrigschwelligen Online-Zugang deutschsprachige Materialien, die nationale und internationale Informationen auf Basis der neuesten Entwicklung zum Thema bündeln. Diese Informationen sind evidenzbasiert, aktuell, unabhängig und verständlich. Weil die Informationen in laienverständlicher Sprache aufbereitet werden, sind sie direkt im Arzt-Patienten-Gespräch einsetzbar.Das öffentlich, im Rahmen des Innovationsfonds geförderte Projekt (Förderkennzeichen: 01NVF17010), untersucht, ob und wie diese Informationen Betroffenen und Hausärzten helfen, die Ursache und die Therapie bei Rückenschmerzen zu ergründen und die Versorgung zu verbessern. Bisherige Untersuchungen zeigen, dass gute Gesundheitsinformationen aktuell, verständlich, leicht zugänglich und vertrauenswürdig sein sollten. Vertrauenswürdig bedeutet, frei von wirtschaftlichen Interessen und basierend auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft.“Informationen zum Thema Rückenschmerz gibt es viele. Allerdings ist die Qualität vieler Informationsangebote im Internet oft fragwürdig und zum Teil von Interessen geleitet. Wir wollen mit dem Angebot sowohl Patienten als auch Ärzte dabei unterstützen, die Informationsfülle einzuordnen und helfen, einen ursachengerechten Therapieweg zu finden”, erklärte dazu Sigrid König, Vorständin des BKK Landesverbandes Bayern.
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