Gebrechliche COPD-Patienten mit akuter Exazerbation: Länger in stationärer Behandlung

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Bei Patienten mit Chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) und akuten Exazerbationen (AECOPDs) ist die Prävalenz von Gebrechlichkeit und der Vorstufe davon hoch. Das berichten die Autoren einer Untersuchung an 295 Patienten. Gebrechlichere Betroffene verblieben bei einer sta­tionären Versorgung tendenziell länger im Krankenhaus.

Die Vorstufe von Gebrechlichkeit war mit schlechteren Ergebnissen bei Alltagsaktivitäten (ADLs) assoziiert. Dennoch halten es die Forschenden für notwendig, den Zusammenhang zwischen Gebrechlichkeit in diesem Kontext mit ADLS weiter zu untersuchen.

Mit deskriptiven statistischen Verfahren beschrieben Wissenschaftler die demografischen Eigenschaften der Betroffenen, die Prä­valenz der Gebrechlichkeit, die Fähigkeit zum Absolvieren von ALDs und wie lange die Patienten im Krankenhaus verblieben. Danach entwickelte die Arbeitsgruppe 2 lineare Regressionsmodelle, um den querschnittlichen Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Aus­prägungen von Gebrechlichkeit (manifeste Gebrechlichkeit und deren Vorstufe) und der Fähigkeit zur Ausführung von ADLs zu ermitteln. Ebenso untersuchte man die längsschnittliche Assoziation zwischen dem Gebrechlichkeitsstatus und der Dauer des Krankenhausaufenthaltes.

Wie die Wissenschaftler berichten, wies die Statistik darauf hin, dass 46,1 % der Patienten gebrechlich waren und 39,3 % an einer Vorstufe davon litten. Ein multivariates lineares Regressionsmodell, das die Forschenden anwendeten, war bezüglich signifikanter Variablen adjustiert. Es deutete darauf hin, dass die Vorstufe von Gebrechlichkeit (Koeffizient [b]  =  1,90; KI 0,76–3,04) und Gebrechlichkeit (b = 2,02; KI 0,84–3,20) signifikant mit einem längeren Krankenhausaufenthalt assoziiert waren. Dies war selbst in dem vollständig adjustierten Modell der Fall.

In Bezug auf das Absolvieren von ADLs allerdings beobachteten die Forschenden in dem vollständig adjustierten Modell keinen signifikanten Zusammenhang mit Gebrechlichkeit. In dem Modell, in dem nur signifikante Variablen berücksichtigt wurden, stellte man allerdings bei gebrechlichen Patienten (b  = -4,48; KI -8,81 bis -0,15) und solchen mit einer Vorstufe davon (b  =  -4,79; KI -8,98 bis -0,60) eine Assoziation mit einer geringeren Fähigkeit zu ADLs fest.

(ac)