Gebrechliche COPD-Patienten mit akuter Exazerbation: Länger in stationärer Behandlung23. Februar 2026 Foto: © Jelena Stanojkovic/stock.adobe.com Bei Patienten mit Chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) und akuten Exazerbationen (AECOPDs) ist die Prävalenz von Gebrechlichkeit und der Vorstufe davon hoch. Das berichten die Autoren einer Untersuchung an 295 Patienten. Gebrechlichere Betroffene verblieben bei einer stationären Versorgung tendenziell länger im Krankenhaus. Die Vorstufe von Gebrechlichkeit war mit schlechteren Ergebnissen bei Alltagsaktivitäten (ADLs) assoziiert. Dennoch halten es die Forschenden für notwendig, den Zusammenhang zwischen Gebrechlichkeit in diesem Kontext mit ADLS weiter zu untersuchen. Mit deskriptiven statistischen Verfahren beschrieben Wissenschaftler die demografischen Eigenschaften der Betroffenen, die Prävalenz der Gebrechlichkeit, die Fähigkeit zum Absolvieren von ALDs und wie lange die Patienten im Krankenhaus verblieben. Danach entwickelte die Arbeitsgruppe 2 lineare Regressionsmodelle, um den querschnittlichen Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Ausprägungen von Gebrechlichkeit (manifeste Gebrechlichkeit und deren Vorstufe) und der Fähigkeit zur Ausführung von ADLs zu ermitteln. Ebenso untersuchte man die längsschnittliche Assoziation zwischen dem Gebrechlichkeitsstatus und der Dauer des Krankenhausaufenthaltes. Wie die Wissenschaftler berichten, wies die Statistik darauf hin, dass 46,1 % der Patienten gebrechlich waren und 39,3 % an einer Vorstufe davon litten. Ein multivariates lineares Regressionsmodell, das die Forschenden anwendeten, war bezüglich signifikanter Variablen adjustiert. Es deutete darauf hin, dass die Vorstufe von Gebrechlichkeit (Koeffizient [b] = 1,90; KI 0,76–3,04) und Gebrechlichkeit (b = 2,02; KI 0,84–3,20) signifikant mit einem längeren Krankenhausaufenthalt assoziiert waren. Dies war selbst in dem vollständig adjustierten Modell der Fall. In Bezug auf das Absolvieren von ADLs allerdings beobachteten die Forschenden in dem vollständig adjustierten Modell keinen signifikanten Zusammenhang mit Gebrechlichkeit. In dem Modell, in dem nur signifikante Variablen berücksichtigt wurden, stellte man allerdings bei gebrechlichen Patienten (b = -4,48; KI -8,81 bis -0,15) und solchen mit einer Vorstufe davon (b = -4,79; KI -8,98 bis -0,60) eine Assoziation mit einer geringeren Fähigkeit zu ADLs fest. (ac)
Mehr erfahren zu: "Sind Ärzte-Siegel des „Focus“ irreführend?" Sind Ärzte-Siegel des „Focus“ irreführend? Testsiegel für Ärzte unterliegen strengen Anforderungen sowohl in Bezug auf das zugrundeliegende Testverfahren als auch die Gestaltung der Test-Logos. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Urteil zu Ärzte-Siegeln der […]
Mehr erfahren zu: "DGP zu Tabaksteuern: Wissenschaft muss Vorrang vor Lobbyinteressen haben" DGP zu Tabaksteuern: Wissenschaft muss Vorrang vor Lobbyinteressen haben Die wissenschaftliche Evidenz für die Wirksamkeit einer höheren Tabaksteuer beziehungsweise höherer Abgaben auf Nikotinprodukte ist laut Pneumologen eindeutig: Höhere Preise senken den Konsum und erschweren vor allem Kindern und Jugendlichen […]
Mehr erfahren zu: "Cochrane Review: Wie lassen sich Kinder und Jugendliche vom Vapen abhalten?" Cochrane Review: Wie lassen sich Kinder und Jugendliche vom Vapen abhalten? Regelmäßige individualisierte Textnachrichten aufs Handy – etwa zu den Risiken des Vapens – können Jugendliche möglicherweise dazu motivieren, den Konsum von E-Zigaretten zu beenden. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktualisierter […]