Gebündelte Expertise bei Hirntumoren27. Juni 2022 Im Neuroonkologischen Zentrum des Universitätsklinikums Jens sind verschiedenste Disziplinen eng miteinander vernetzt (v.l.n.r.: Dr. S. Hartinger, (Neurologie), PD Dr. M. Kamp, (Neurochirurgie; Zentrumskoordinator), Prof. Dr. Senft, (Neurochirurgie; Zentrumsleiter), Prof. Dr. T. Mayer, (Neuroradiologie), Prof. Dr. A. Wittig-Sauerwein (Strahlentherapie und Radioonkologie), Prof. Dr. T. Ernst (Hämato-Onkologie), Dr. I. Mäurer (Neurologie), Foto: UKJ/Szabó Das Neuroonkologische Zentrum des Universitätsklinikums Jena (UKJ) wurde rezertifiziert. Vor allem die sehr gute interdisziplinäre Zusammenarbeit wurde von der Deutschen Krebsgesellschaft gelobt „Wir arbeiten hier Hand in Hand. Sowohl Experten der Neurochirurgie, Neurologie als auch der Strahlentherapie, Hämatologie und Onkologie sowie Palliativmedizin bündeln hier ihre Kompetenzen aus verschiedenen Blickrichtungen für die optimale Therapie für jeden einzelnen Patienten, in einem guten Miteinander“, so beschreibt Prof. Christian Senft, seit Oktober 2020 Direktor der Klinik für Neurochirurgie und Leiter des Neuroonkologischen Zentrums am UKJ die Vernetzung im Zentrum. Damit wurde die Zertifizierung von 2018 bestätigt und das Zentrum als bedeutende Anlaufstelle für Patienten mit Hirntumoren in Thüringen bestätigt. Deutschlandweit gibt es 52 zertifizierte Neuroonkologische Zentren. Neben der Behandlung von Gliomen ist die der Hirnmetastasen ein zunehmend wichtiger Schwerpunkt im Zentrum. Darüber hinaus besitzt das Zentrum höchste Expertise in der Behandlung von Hypophysen- und Schädelbasistumoren und Meningeomen. Insgesamt wurden im Jahr 2020 mehr als 860 Fälle im Neuroonkologischen Zentrum des UKJ besprochen. Außerdem würdigten die Auditoren, dass sich durch neu etablierte Therapiestudien für Patienten mit Hirntumoren die Qualität der Patientenversorgung deutlich verbessert habe. „Etwa bei sehr seltenen Hirntumorerkrankungen: In unseren Laboren erforschen wir neue Therapieformen für Patienten mit verschiedensten Hirntumorerkrankungen und versuchen diese zu etablieren. Hierbei helfen uns unsere Patienten“, erklärt Senft. Senft arbeitet seit über einem Jahr intensiv an der Weiterentwicklung des Zentrums: „Die Rezertifizierung bestätigt nicht nur die exzellente Versorgung im Neuroonkologischen Zentrum, sondern auch wie sich diese spürbar verbessert hat – beispielsweise durch kürzere Wege und Abläufe für unsere Patienten. Wir konnten so beispielsweise eine deutliche Steigerung der Patientenzahlen verzeichnen. Und hierbei geht es uns vor allem auch um eine Verbesserung der Lebensqualität unserer Patienten, um personalisierte Medizin.“ „In regelmäßigen Tumorboards und gemeinsamen Fallkonferenzen werden aktuelle Patientenfälle intensiv besprochen. Neuroonkologische Zentren sind auf komplexe Fälle spezialisiert“, ergänzt PD Dr. Marcel Alexander Kamp, Oberarzt und Koordinator des Neuroonkologischen Zentrums. Außerdem geben die Experten des Zentrums ihr Wissen an Zuweiser weiter und sind hier Ansprechpartner für die Kollegen in Thüringen: „Das setzen wir in aktuellen Fortbildungsveranstaltungen um“, so Kamp. Senft betont auch, dass sich das Team im Neuroonkologischen Zentrum neu aufgestellt habe: „Wir sind ein neues Team mit neuen Gesichtern, das für frischen Wind sorgt. Diese positive Entwicklung wollen wir zukünftig fortsetzen und weiter ausbauen.“
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