Genomdaten für die globale Gesundheit22. Oktober 2021 Bild: Oleg – stock.adobe.com “Die Erforschung und Sequenzierung des Erbguts hat für die Diagnose und Behandlung von Krebs und Seltenen Erkrankungen enorme Fortschritte gebracht”, sagt Professorin Claudia Langenberg, die im BIH die Abteilung für Computational Medicine leitet. “In wohlhabenden Nationen gehört die Genanalyse schon zum Standard in der Gesundheitsversorgung. Das ist in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen noch längst nicht der Fall.” Als Herausforderung betrachtet Langenberg auch die Tatsache, dass sich die Forschung häufig auf gesundheitliche Probleme des globalen Nordens bezieht, und Studien mit mehrheitlich europäischstämmigen Probanden durchgeführt werden. Die Ergebnisse aus diesen Untersuchungen sind daher meist nur sehr eingeschränkt auf alle Menschen übertragbar. “Initiativen wie H3Africa haben gezeigt, dass es für die afrikanische, aber auch für die globale Gesundheit durchaus sinnvoll sein kann, genetisch diverse Studienpopulationen zu untersuchen. Das sollten wir bei künftigen Studien berücksichtigen.”Langenberg hat für die Diskussion internationale “Stars” der Genomforschung eingeladen: Prof. Dr. Ewan Birney ist Direktor des European Bionformatics Institute des EMBL, des Europäischen Labors für Molekularbiologie, in England, und stellvertretender Generaldirektor des EMBL. Prof. Dr. Bartha Knoppers ist Juristin und Expertin für die ethischen Aspekte von Genetik, Genomik und Biotechnologie an der kanadischen McGill University. Prof. Dr. Sharon Peacock ist Professorin für Public Health und Mikrobiologie an der Universität Cambridge und Direktorin des COVID-19 Genomics Consortiums (UK). Dr. Charles Rotimi ist Direktor des Zentrums für Genomforschung und Globale Gesundheit der Trans-National Institutes of Health (NIH) der USA und wurde gerade zum nächsten wissenschaftlichen Direktor des National Human Genome Research Institute gewählt. Dr. Soumya Swaminathan ist die leitende Wissenschaftlerin der Weltgesundheitsorganisation (WHO).Die Diskussion “How Genomics and Global Genomic Data Sharing Can Benefit Human Health“ (in englischer Sprache) findet am Montag, 25.10.2021, von 14:00 bis 15:30 Uhr statt. Sie kann unter diesem link kostenlos verfolgt werden:Digital Session: https://worldhealthsummit.zoom.us/j/83687594010Meeting ID: 836 8759 4010
Mehr erfahren zu: "Beobachtungsstudie: Weniger Gebrechlichkeit unter Statintherapie" Beobachtungsstudie: Weniger Gebrechlichkeit unter Statintherapie Eine aktuelle Studie aus den USA deutet darauf hin, dass Statine neben der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch positive Auswirkungen auf ein gesundes Altern haben könnten.
Mehr erfahren zu: "Diabeteszentren: Spezialisierte Versorgung könnte jährlich etwa 1.140 Leben retten" Diabeteszentren: Spezialisierte Versorgung könnte jährlich etwa 1.140 Leben retten Neue Daten zeigen, dass Menschen mit Diabetes in zertifizierten Diabeteszentren eine niedrigere Krankenhaussterblichkeit und kürzere Liegedauer aufweisen. Die Zertifizierung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) gewährleistet leitliniengerechte Standards und eine spezialisierte […]
Mehr erfahren zu: "Menopausale Hormontherapie könnte vor Knochenschwund schützen" Menopausale Hormontherapie könnte vor Knochenschwund schützen Postmenopausale Frauen weisen unter einer Hormontherapie möglicherweise ein deutlich geringeres Risiko für Osteopenie und Osteoporose auf. Darauf deuten Daten einer retrospektiven Kohortenstudie hin, die auf der Jahrestagung der Endocrine Society […]