Geringe kumulative Inzidenz von Behandlung und Metastasierung solitärer kleiner Nierentumoren24. Februar 2026 Die aktive Überwachung von kleinen Nierentumoren bis zu 4 cm scheint eine sichere Behandlungsoption zu sein. Symbolbild: Sebastian Kaulitzki – stock.adobe.com Bei Patienten, die sich für eine aktive Überwachung (AS) eines solitären kleinen Nierentumors (small renal mass, SRM) entscheiden, ist die kumulative Inzidenz lokaler Behandlungen und Metastasierung nach 5 Jahren gering. Darüber berichtet ein Forscherteam der University of Ottawa in einer aktuellen Publikation in der Fachzeitschrift „Journal of Urology“. Das Ergebnis beweise, dass die AS bei diesen Patienten ein sicherer erster Behandlungsansatz sei. Ziel der Studie war es, die Häufigkeit der lokalen Behandlung und die Häufigkeit von Metastasen bei Patienten mit einem SRM ≤4 cm zu ermitteln, die eine AS begannen. In die Studie wurden Patienten mit einem SRM ≤4 cm eingeschlossen, die zwischen Januar 2011 und Januar 2023 im kanadischen Nierenkrebs-Informationssystem erfasst wurden und sich für eine AS entschieden hatten. Der primäre Endpunkt war das lokale Therapieversagen, das erreicht war, wenn der Patient nach Beginn der AS eine definitive lokale Therapie erhielt. Zu den sekundären Endpunkten zählten die Progression der Wachstumsrate (>0,5 cm/Jahr), die Progression der Größe (>4 cm) und die kombinierte Progression (entweder Progression der Größe oder der Wachstumsrate) sowie die Entwicklung von Metastasen. Das kanadische Informationssystem für Nierenkrebs umfasste 1393 Patienten, die während des Studienzeitraums aufgrund eines SRM ≤4 cm eine AS begannen. Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 4,0 Jahren (95%-Konfidenzintervall [KI] 9 2,1–6,4) erhielten 238 Patienten eine lokale Behandlung, davon 195 eine nierenerhaltende Therapie. Die kumulative Inzidenz der Behandlung nach 2 bzw. 5 Jahren betrug 8,4% (95%-KI 6,9–10) bzw. 21% (95%-KI 19–24). Bei 29 Patienten traten Metastasen auf. Die Anteil von Metastasen nach 2 bzw. 5 Jahren lag bei 0,67% (95%-KI 0,32–1,3) bzw. 2,3% (95 %-KI 1,5–3,5). Von den 29 Patienten, bei denen Metastasen auftraten, zeigten 23 eine Progression, die anhand von Größen- oder Wachstumsraten-Grenzwerten beurteilt wurde, und 7 hatten vor der Feststellung der Metastasen eine lokale Behandlung mit kurativer Absicht erhalten. (ri/ms)
Mehr erfahren zu: "Muskelinvasiver Blasenkrebs: Kombinationstherapie ermöglicht Blasenerhalt" Weiterlesen nach Anmeldung Muskelinvasiver Blasenkrebs: Kombinationstherapie ermöglicht Blasenerhalt Die Kombination aus Ipilimumab und Nivolumab gefolgt von einer Radiochemotherapie (CRT) kann bei muskelinvasivem Blasenkrebs (MIBC) eine wirksame blasenerhaltende Behandlung darstellen.
Mehr erfahren zu: "KBV: „Patientendaten müssen vertraulich bleiben“" KBV: „Patientendaten müssen vertraulich bleiben“ Laut Kabinettsentwurf eines Gesetzes für Daten und digitale Innovationen im Gesundheitswesen (GeDIG) soll der Zugriff der Kassen auf die elektronische Patientenakte (ePA) nochmals erweitert werden. Die KBV warnt vor einem […]
Mehr erfahren zu: "Laktobazillen im Seminalplasma korrelieren mit günstigeren Spermienparametern" Laktobazillen im Seminalplasma korrelieren mit günstigeren Spermienparametern Eine höhere Häufigkeit von Laktobazillen im Ejakulat ist mit günstigeren Spermienparametern assoziiert, während anaerobe und fakultative Bakterien mit schlechteren Ergebnissen in Verbindung stehen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine prospektive Querschnittsstudie.