Gestationsdiabetes: Je früher die Diagnose, desto niedriger die Gewichtszunahme14. Mai 2020 (Foto: TesaPhotograph / Pixabay) Werden Frauen viel früher auf Schwangerschaftsdiabetes untersucht und diagnostiziert, nehmen sie im Verlauf weniger zu. Insbesondere adipöse Schwangere konnten sich somit im Bereich der normalen Gewichtszunahme bewegen. Laut einer Studie, die im Fachblatt “Women’s Health” erschien, spielt der Zeitpunkt der Diagnose eine wichtige Rolle für die Schwangerschaft im Allgemeinen und hinsichtlich der Gewichtszunahme im ersten Trimester. Für die Untersuchung von Dr. Teresa Hillier, Kaiser Permanente Northwest, Portland, USA, haben Mediziner den Zeitpunkt der Gestationsdiabetes(GDM)-Diagnose bei 5491 Frauen mit Einlingsschwangerschaften genauer untersucht. Frauen ohne Risiko wurden wie üblich zwischen der 24. und 28. SSW getestet wohingegen Frauen mit Risiko bereits vorher gescreent wurden. Fielen deren Ergebnisse negativ aus, wurde der Test in der 24.-28. SSW wiederholt. In der Kohorte waren bei 10,7% ein GDM festgestellt worden. Frauen, die früh diagnostiziert wurden nahmen im Schnitt 2,4 kg weniger zu als Frauen, die erst später damit diagnostiziert wurden. Waren die Schwangeren adipös, konnten sie nur dann entsprechend den Empfehlungen zunehmen, wenn sie eine frühe GDM-Diagnose erhalten hatten. Insgesamt 43% der Schwangeren nahmen mehr zu als das Institute of Medicine in seinen Leitlinien empfiehlt. Bei den adipösen Frauen überschritten sogar 60% der empfohlenen Gewichtszunahme.
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