Gesucht: Betroffene für ein Forschungsprojekt zur besseren Versorgung von Post-/ Long-COVID Patienten25. Juli 2022 Sonia Lippke mit Mitarbeitenden ihrer Arbeitsgruppe an der Jacobs University Bremen. (Foto: © Jacobs University) Ungefähr zehn bis 15 Prozent der SARS-CoV-2-Infizierten sind von Long-COVID betroffen, bei mittlerweile fast 30 Millionen Infizierten in Deutschland. Sinnvolle Behandlungsansätze sind noch wenig bekannt und erforscht. Das Forschungsprojekt „ASAP“ (Assistierter, Sofortiger, Augmentierter Post-/Long-COVID Plan) arbeitet daran, diese Lücke zu schließen. Das Projekt ist Teil der Förderinitiative „Post-COVID-Syndrom“ des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, das innovative multidisziplinäre Versorgungskonzepte entwickelt und evaluiert. Von Long-COVID spricht man, wenn die Symptome länger als vier Wochen anhalten. Sind sie nach zwölf Wochen noch vorhanden, werden sie als Post-COVID bezeichnet. Im Rahmen des Projekts werden Betroffene durch Befragungen begleitet. Die Symptome werden über einen bestimmten Zeitraum erfasst und mit Erkrankten aus Bayern verglichen, die Teil einer Studie zu Behandlungsmöglichkeiten sind. Betroffene sind alle Menschen, die unter Gesundheitseinschränkungen leiden, welche wahrscheinlich auf eine COVID-19 Infektion oder eine Impfung gegen das Virus zurückzuführen sind. Wer sich nicht sicher ist, ob er oder sie dazu zählt, kann dies in der ersten Befragung feststellen lassen. Dieser Test kann bereits zur Aufklärung einer Beeinträchtigung beitragen. Derzeit werden für das Projekt potenziell Betroffene aus ganz Deutschland gesucht. Interessierte Personen sollten bereit sein, im Abstand von vier bis acht Wochen insgesamt drei Fragebögen zu ihren Symptomen, ihrer Lebensqualität, ihrem Gesundheitsverhalten und ihrer Teilhabe auszufüllen. Der erste Fragebogen ist ein fünfminütiges Screening, in dem es darum geht, die eigenen Symptome zu verstehen und zu ermitteln, ob diese in Zusammenhang zu COVID-19 stehen. Vier bis acht Wochen später folgen zwei längere Fragebögen, deren Bearbeitung etwa 15 bis 20 Minuten in Anspruch nimmt. Voraussetzungen für die Teilnahme an dem Forschungsprojekt sind unter anderem ein Internetzugang, ausreichend Deutschkenntnisse und die Fähigkeit, selbst am Computer lesen und schreiben zu können. Das ASAP-Projekt wird vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit mehr als einer halben Million Euro gefördert. Kontakt: Christina Derksen; tel. 0421-200-4721; E-Mail: [email protected]
Mehr erfahren zu: "Mehr als 200 Abgeordnete für neue Organspende-Regeln" Mehr als 200 Abgeordnete für neue Organspende-Regeln Wie können mehr lebensrettende Spenderorgane wie Nieren und Lebern organisiert werden? Im Bundestag wird eine Initiative dazu konkreter.
Mehr erfahren zu: "Forschende erzielen möglichen Durchbruch bei antiviralen Medikamenten" Forschende erzielen möglichen Durchbruch bei antiviralen Medikamenten Eine unerwartete Beobachtung einer Forscherin der University of Queensland (Australien) könnte zu einer neuen Behandlungsmethode für virale Infektionskrankheiten führen – darunter COVID-19, Lungenentzündungen bei Säuglingen oder Ebola.
Mehr erfahren zu: "Erhöhter Behandlungsbedarf bei Pneumonie: Einfacher Blutwert gibt Hinweise" Erhöhter Behandlungsbedarf bei Pneumonie: Einfacher Blutwert gibt Hinweise Marburger Forschende haben einen Weg gefunden, um früher vorhersagen zu können, welche Patienten mit Pneumonie ein höheres Risiko für eine Behandlung auf der Intensivstation haben oder länger im Krankenhaus bleiben […]