GLP-1-Medikamente können chirurgische Komplikationen bei Diabetes-Patienten verringern13. Januar 2025 Foto: © alfa27/stock.adobe.com Menschen mit Diabetes, die GLP-1-Rezeptor-Agonisten einnahmen, hatten laut einer neuen US-Studie signifikant niedrigere Raten von Krankenhauswiederaufnahmen, Wundwiedereröffnungen und Hämatomen nach Operationen. Die Studie wurde geleitet von den US-Forschungseinrichtungen Weill Cornell Medicine, des Columbia University Vagelos College of Physicians and Surgeons und des NewYork-Presbyterian. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Annals of Surgery“ veröffentlicht. Für ihre Studie untersuchten sie und ihre Kollegen anonymisierte elektronische Krankenhausdaten von 74.425 chirurgischen Eingriffen bei 21.772 Patienten mit Diabetes am NewYork-Presbyterian/Weill Cornell Medical Center und am NewYork-Presbyterian/Columbia University Irving Medical Center, die alle chirurgischen Eingriffe an Patienten mit Diabetes zwischen Februar 2020 und Juli 2023 enthielten, für die mindestens sechs Monate Nachbeobachtungsdaten vorlagen. Die Forscher erfassten die Raten von 30-Tage-Krankenhauswiederaufnahmen und vier anderen postoperativen unerwünschten Ereignissen während dieses Nachbeobachtungszeitraums und verglichen diese Raten bei Patienten mit und ohne Verschreibung von aktiven GLP-1-Medikamenten. Außerdem verwendeten sie ein „Propensity-Matching“-System, um Patienten, die bei jedem Verfahren GLP-1-Medikamente einnahmen, mit ähnlichen Patienten zu vergleichen, die das Medikament nicht einnahmen, so dass etwaige Unterschiede bei den Ergebnissen eher mit der Einnahme der Medikamente zusammenhängen würden. Die Ergebnisse: Sie fanden heraus, dass Patienten, die GLP-1-Rezeptor-Agonisten (auch: GLP-1-Medikamente) einnahmen, ein um 12 Prozent geringeres Risiko einer Krankenhauswiederaufnahme innerhalb eines Monats nach der Operation, ein um 29 Prozent geringeres Risiko einer erneuten Wundöffnung innerhalb von sechs Monaten nach der Operation und ein um 56 Prozent geringeres Risiko eines Hämatoms an der Operationsstelle hatten. Zum Vergleich dienten Patienten, die keine solchen Medikamente einnahmen. „Diese Ergebnisse aus einer so großen Anzahl von Patienten und Eingriffen legen nahe, dass die Einnahme dieser Medikamente die postoperativen Komplikationen insgesamt nicht verschlimmern und die Wahrscheinlichkeit einiger Komplikationen sogar verringern könnte“, kommentiert der Hauptautor Dr. Jason Spector von Weill Cornell Medicine. Wie GLP-1-Medikamente solche positiven Wirkungen entfalten könnten, lag außerhalb des Rahmens der Studie, betonen die Autoren. Spector und seine Kollegen führen derzeit nach eigenen Angaben weitere Analysen durch, um herauszufinden, ob GLP-1-Medikamente mit einem höheren oder niedrigeren Risiko für postoperative Komplikationen bei Nicht-Diabetikern verbunden sind.
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