Goethe-Corona-Fonds ermöglicht Aufbau einer Biobank20. April 2020 Foto: © PiyanatBoon – Adobe Stock Mit den eingeworbenen Mitteln kann nun ein Projekt der Infektiologie gefördert werden, das auch zur Sonographie der Lunge und Mitarbeitersicherheit forscht. Mitte März wurde er ins Leben gerufen, nun liegt das Spendenaufkommen im Goethe-Corona-Fonds bereits bei 1,5 Millionen Euro. Die Mittel werden vor allem für die Corona-Forschung in der Frankfurter Virologie und Intensivmedizin genutzt. Ein Projekt wird von Prof. Dr. Maria J. G. T. Vehreschild, Leiterin des Schwerpunkts Klinische Infektiologie und ihrem Mitarbeiter PD Dr. Timo Wolf am Universitätsklinikum Frankfurt, geleitet. Vehreschild und Wolf werden dabei drei Aspekte adressieren: Zum einen soll eine Biobank aufgebaut werden, in der klinische und biologische Proben von betroffenen PatientInnen gesammelt werden. Diese kann dann auch anderen Corona-ForscherInnen zugänglich gemacht werden, die im Bereich Diagnostika, Impfung oder Therapie arbeiten. Zum zweitem sollen Ultraschallmethoden (Sonographie) zur Untersuchung der Lunge an die Bedingungen der Isolierbehandlung, wie sie bei schwer erkrankten Corona-Patienten notwendig sein kann, angepasst werden. Zum dritten möchten Vehreschild und Wolf die Mitarbeitersicherheit bei der Isolationsbehandlung ausbauen. Dafür bedarf es unter anderem zusätzlicher Geräte, um beispielsweise die Kreislaufwerte der MitarbeiterInnen beim Tragen der Schutzausrüstung zu messen. Vehreschild: „Mit dem Aufbau einer Biobank, aber auch mit den Verbesserungen im Bereich der Ultraschallmethoden und den Untersuchungen zur Mitarbeitersicherheit können wir einen wichtigen Beitrag für die medizinische Bewältigung der Corona-Krise leisten. Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern für ihr großartiges Engagement!“ Professor Dr. Birgitta Wolff, Präsidenten der Goethe-Universität, sagt: „Mit unserem Goethe-Corona-Fonds können wir unsere KollegInnen in der Uni-Medizin auch ganz kurzfristig und unmittelbar bei der klinischen Arbeit ebenso wie bei der Forschung unterstützen. Daher meine Bitte: Bleiben Sie uns gewogen, helfen Sie uns weiterhin. Die positiven Wirkungen sind wirklich sehr unmittelbar!“ Vor allem Patientenversorgung und der Corona-Forschung in der Frankfurter Virologie und Intensivmedizin kommen die Mittel des Goethe-Corona-Fonds zugute. Darüber hinaus helfen sie bei der Durchführung von Schulungen und der Anschaffung von Schutzkleidung. (www.goethe-corona-fonds.betterplace.org) Die Spendenbereitschaft für den Goethe-Corona-Fonds hält unvermindert an: Unternehmen und Unternehmer, Stiftungen und Privatleute beteiligen sich mit großen und kleinen Beträgen und werben ihrerseits für den Goethe-Corona-Fonds. Ehemalige der Goethe-Universität stellen Kontakte zwischen Uniklinikum und Maskenherstellern her, die Vereinigung von Freunden und Förderern unterstützt mit eigenen Mitteln und wirbt weitere externe Gelder ein.
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