Gute Ergebnisse mit roboterassistierten Verfahren bei Beckenorganprolaps8. Juni 2022 Uterusprolaps (Schemazeichnung). Grafik: Artemida-psy – stock.adobe.com Die roboterassistierte Sakrokolpopexie (RASC) und die roboterassistierte suprazervikale Hysterektomie mit Sakrozervikopexie (RSHS) zeigen nachhaltige Ergebnisse in der Behandlung des Beckenorganprolapses (POP). Das ergibt eine prospektive beobachtende Kohortenstudie aus den Niederlanden. Die Studie fand in einem Lehrkrankenhaus mit tertiärer Überweisungsfunktion statt. Patientinnen mit symptomatischem Vaginalgewölbe oder Uterusprolaps (Stadium der vereinfachten POP-Quantifizierung [sPOPQ] ≥2), die sich einer RASC oder RSHS unterzogen, wurden eingeschlossen. Nachuntersuchungen mit sPOPQ-Bewertungen waren 4 Jahre nach der Operation geplant. Die Patientinnen erhielten prä- und postoperative Fragebögen mit Berichten zu Symptomen einer Vaginalvorwölbung, Urogenital Distress Inventory (UDI-6) und Pelvic Floor Impact Questionnaire (PFIQ-7). Primärer Endpunkt waren die von den Patientinnen selbst berichteten Symptome. Sekundäres Ergebnis war eine anatomische Heilung (sPOPQ-Stadium 1) für alle Vaginalkompartimente. An der Studie nahmen 77 Patientinnen teil. Von 61 Patientinnen (79%) konnten die Mediziner nach 50 Monaten die Daten auswerten (körperliche Untersuchung: n=51). Vom prä- bis zum postoperativen Besuch besserten sich die Vorwölbungssymptome (95% vs. 15% p<0,0005), die medianen UDI-6-Werte (26,7 vs. 22,2; p=0,048), die medianen PFIQ-7-Werte (60,0 vs. 0; p=0,008) und die medianen sPOPQ-Stadien an allen Orientierungspunkten signifikant. 30 Patientinnen (59%) waren vollständig rezidivfrei und 96% der Patientinnen hatten kein apikales Rezidiv. Die meisten Rezidive waren asymptomatische Zystozelen (20%). Es gab 1 erneuten Eingriff wegen rezidivierendem Prolaps (1,6%). Fazit: 50 Monate nach der Operation waren Vorwölbung, Harnwegssymptome und Lebensqualität erheblich verbessert. Die Patientinnen sollten jedoch über das Risiko eines Vorderwandrezidivs und die geringe Wahrscheinlichkeit wiederkehrender behandlungsbedürftiger Symptome aufgeklärt werden, raten die Autoren. (ms)
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