Potenzielle nicht hormonelle Therapie für das genitourinäre Syndrom der Menopause

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Die präklinischen Ergebnisse einer neuen US-amerikanischen Studie deuten auf einen potenziellen nicht hormonellen Ansatz zur Behandlung der zugrundeliegenden Ursache des genitourinären Syndroms der Menopause hin.

Forschende der University of Colorado Anschutz (USA) haben einen vielversprechenden nicht hormonellen Therapieanstaz für Frauen mit dem genitourinären Syndrom der Menopause entwickelt. Das genitourinäre Syndrom der Menopause ist eine häufige chronische Erkrankung, die durch einen sinkenden Östrogenspiegel verursacht wird und Vulva, Vagina sowie Harnwege betrifft; sie führt zu Symptomen wie Scheidentrockenheit, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sowie rezidivierenden Vaginal- und Harnwegsinfektionen.

Im Gegensatz zu rezeptfreien Präparaten, die lediglich eine vorübergehende Linderung der Symptome bewirken können, zielt die neue Therapie darauf ab, die Östrogensignalübertragung gezielt im Vaginalgewebe wiederherzustellen, ohne den restlichen Körper Östrogen auszusetzen.

Erste Ergebnisse aus präklinischer Studie

In einer präklinischen Tierstudie stellte die Behandlung die durch den Östrogenmangel beeinträchtigte Struktur und Funktion des Vaginalgewebes wieder her. Dies deutet auf einen möglichen Weg hin, die zugrundeliegende Ursache von GSM zu behandeln, anstatt lediglich die Symptome zu lindern. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Menopause“ veröffentlicht.

„Für viel zu viele Frauen bestehen die derzeitigen Optionen entweder aus Produkten, die nur vorübergehende Linderung verschaffen, oder aus hormonbasierten Behandlungen, bei deren Anwendung sie sich unwohl fühlen“, erklärt Studienleiter Steve Nordeen, PhD, emeritierter Professor am Institut für Pathologie der CU Anschutz School of Medicine.

Schätzungsweise 50 bis 70 Prozent der Frauen, die eine natürliche oder medizinisch induzierte Menopause durchlaufen, entwickeln eines oder mehrere Symptome des genitourinären Syndroms der Menopause.

Ohne Hormonwirkung, aber nicht nur symptomorientiert

Derzeit müssen sich diese Frauen oft zwischen einem Leben mit schmerzhaften Symptomen, der Verwendung rezeptfreier Produkte mit begrenzter Wirksamkeit oder der Einnahme hormoneller Therapien zum Östrogenersatz entscheiden. Viele Frauen können jedoch keine Hormontherapie anwenden oder entscheiden sich bewusst dagegen – etwa aufgrund von Bedenken hinsichtlich potenzieller Risiken, insbesondere bei einer Vorgeschichte von Brustkrebs oder einem erhöhten Risiko für hormonempfindliche Krebsarten.

„Unser Ziel war es, eine Therapie zu entwickeln, die die zugrundeliegende Ursache der vaginalen Veränderungen nach der Menopause angeht – und nicht nur die Symptome –, ohne dabei auf Steroidhormone zurückzugreifen. Auch wenn noch weitere Forschung erforderlich ist, deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass wir möglicherweise über einen vielversprechenden neuen Ansatz verfügen“, fügt Nordeen hinzu.

Für die Entwicklung dieser Therapie synthetisierten Nordeen und seine Kollegen ein neuartiges, nicht-steroidales Molekül zur Östrogensignalübertragung namens 3-Fluor-6,4′-dihydroxyflavon (3F). Bei Verabreichung als Vaginalzäpfchen regenerierte die Therapie in einem präklinischen Menopause-Modell das Vaginalepithel ohne Anzeichen einer systemischen östrogenen Wirkung zu zeigen. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine sicherere und wirksamere Therapie in greifbare Nähe gerückt ist“, so Nordeen. „Der nächste Schritt besteht darin, die nötige Unterstützung zu sichern, um diese Therapie in klinische Studien am Menschen zu überführen und festzustellen, ob sie Frauen eine neue Behandlungsoption bietet.“

(lj/BIERMANN)

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