Häufige Ursachen urologischer Todesfälle

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Australische Mediziner haben alle urologischen Todesfälle, die dem australischen und neuseeländischen Audit of Surgical Mortality (ANZASM) von 2009 bis 2017 gemeldet wurden, analysiert und häufige Ursachen, klinische Managementprobleme (CMIs) und Verbesserungsmöglichkeiten bei Steinoperationen ermittelt.

Die BAS-Datenbank (Bi-National Audit of Surgical Mortality) wurde auf jede Beteiligung an Nieren-, Ureter- oder Blasensteinen abgefragt. Alle von den Peer Reviewern dokumentierten CMIs wurden aufgezeichnet und mit denen in der Urologie und allen chirurgischen ANZASM-Daten verglichen.

Von 1034 urologischen Todesfällen waren 100 (9,7%) auf Steine zurückzuführen. Das mittlere Alter der Patienten betrug 74,4 (Bereich: 21–97) Jahre. 95% der Patienten wurden mindestens einem Eingriff unterzogen, von denen 45 (47,4%) elektiv waren. Urosepsis war für 49,5% der Todesfälle verantwortlich, wobei 20% an Herzereignissen starben. Insgesamt waren 39% (37/95) der Todesfälle mit CMIs assoziiert.

Die häufigsten Überlegungen waren Verzögerungen bei der Diagnose oder Behandlung, das perioperative Management und eine unzureichende präoperative Evaluation. Dies ist ein erheblich höherer Prozentsatz als die 26%, die für die allgemeine Urologie und alle nationalen Daten zur Chirurgie erfasst wurden. Die Ureterorenoskopie mit 54% (12/22) hatte die höchste Rate an CMIs.

Fazit
Todesfälle im Zusammenhang mit Steinoperationen hängen also laut den ANZASM-Peer-Assessoren mit mehr CMIs zusammen. Die Ergebnisse könnten durch eine schnellere Diagnose und Behandlung verbessert werden, schließen die Autoren. Eine sorgfältige Fallauswahl und der Zugang zu allen Behandlungsoptionen werden empfohlen. (ms)

Autoren: Galiabovitch E et al.
Korrespondenz: Elena Galiabovitch; [email protected]
Studie: Urinary tract stone deaths: data from the Australian and New Zealand Audits of Surgical Mortality
Quelle: BJU Int 2020 Nov;126(5):604-609.
Web: https://doi.org/10.1111/bju.15171