„Heart and Brain Center Göttingen“ wird gebaut26. Juni 2017 Das neue Forschungsgebäude „Heart and Brain“ an der Universitätsmedizin Göttingen. (Visualisierung: pbr Planungsbüro Rohling AG) Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern hat dem Bau des Forschungsgebäude „Heart and Brain Center Göttingen (HBCG)“ zugestimmt. Das Gebäude, in dem Wissenschaftler Herz- und Hirnerkrankungen erforschen, soll 31 Millionen Euro kosten. Die „Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK)“ von Bund und Ländern hat beschlossen: Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) kann das geplante Heart and Brain Center Göttingen (HBCG) bauen. Einen entsprechenden Antrag der UMG hatte der Wissenschaftsrat am 2. Mai positiv bewertet und für eine Förderung an die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern empfohlen. Die Kosten für das neue Gebäude liegen bei 31 Millionen Euro. Prof. Heyo K. Kroemer, Sprecher des Vorstands der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), sagt: „Die Entscheidung ist ein großer Erfolg für die universitäre Medizin in Göttingen und für den Wissenschaftsstandort ‚Göttingen Campus‘. Eine Zusammenarbeit in dieser Form gibt es bislang noch nicht. Die Erforschung von Herz- und Hirnerkrankungen in einem gemeinsamen Forschungsbau hebt die interdisziplinäre Zusammenarbeit auf ein neues Niveau. Wir danken dem Land Niedersachsen dafür, dass es im Rahmen der Zielvereinbarungen mit der UMG eine solche innovative Einrichtung möglich macht.“ Das Forschungsgebäude HBCG Das geplante Gebäude schafft eine gemeinsame Forschungsinfrastruktur zur wissenschaftlichen Bearbeitung organübergreifender Ursachen von häufigen Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems und des Nervensystems. In dem Bau werden künftig interdisziplinäre, wissenschaftliche Heart and Brain-Studien durchgeführt. Dabei sollen zwei Forschungsschwerpunkte der UMG, die Herz-Kreislauf-Medizin und die Neurowissenschaften, räumlich zusammengeführt werden. Bislang arbeiten Kardiologie und Neurologie bei der Diagnostik und Behandlung der Krankheitsbilder wie bei der entsprechenden Forschung fachlich und räumlich voneinander getrennt. Ein vergleichbares, direktes experimentelles und translationales Zusammenwirken von kardiovaskulären und neurologischen Forschern, wie sie im HBCG geplant ist, existiert bislang an keinem anderen Forschungsstandort in Deutschland. Auch international gibt es keine direkt vergleichbaren Vorhaben. Bundesweit einzigartig und innovativ ist das Zusammenwirken der kardiologischen und neurowissenschaftlichen Schwerpunkte, um Krankheitsmechanismen zu verstehen. Zudem können Präventions- und Therapieverfahren entwickelt werden. Der Förderantrag der UMG wurde unter Federführung von Prof. Gerd Hasenfuß, Direktor der Klinik für Kardiologie und Pneumologie, und Prof. Mathias Bähr, Direktor der Klinik für Neurologie, eingereicht. Das Baugelände für das geplante HBCG befindet sich auf dem Campus der UMG in unmittelbarer Nähe der neu gebauten Forschungsinfrastruktur. Die Projektkosten liegen bei zirka 31,6 Millionen Euro, davon entfallen insgesamt 2,1 Millionen Euro auf vier Großgeräte. In dem Forschungsgebäude sollen zirka 100 Personen aus Wissenschaft und Administration tätig sein. Der Baubeginn ist für das Jahr 2018 vorgesehen, das Gebäude soll im Jahr 2022 bezugsfertig sein. Quelle: Universitätsmedizin Göttingen – Georg-August-Universität
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