Hebammen studieren an der MHH25. Juni 2021 Das Symbolfoto zeigt einen schwangeren Bauch während einer Untersuchung durch eine Hebamme. © Geert-Jan Vis Ab dem Wintersemester 2021/22 gibt es an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) einen ausbildungsintegrierten grundständigen Bachelorstudiengang Hebammenwissenschaft. Die Hebammenausbildung wird deutschlandweit auf ein akademisches Studium umgestellt. Bundestag und Bundesrat hatten die Umsetzung einer EU-Richtlinie im Januar 2020 beschlossen. Wurden Hebammen und Entbindungshelfer bislang drei Jahre lang an Hebammenschulen ausgebildet, findet die Ausbildung ab sofort als Studium an einer Hochschule statt. „Die Medizinische Hochschule Hannover steht für eine exzellente akademische Ausbildung. Daher ist es uns wichtig, uns von Anfang an aktiv an der Akademisierung der Gesundheitsberufe zu beteiligen“, erklärt MHH-Präsident Professor Dr. Michael P. Manns. Die Zugangsvoraussetzung zur Hebammenausbildung wird auf eine zwölfjährige, allgemeine schulische Ausbildung angehoben. Die Studierenden erhalten ein wissenschaftliches Studium mit einer berufspraktischen Ausbildung. Als Abschluss wird sowohl die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung Hebamme als auch ein Bachelorabschluss erworben. Das Bewerbungsverfahren ist an der MHH für diesen neuen Hebammenstudiengang eröffnet und läuft noch bis Ende Juli online. Damit schafft die MHH in diesem Jahr zunächst 28 neue Studienplätze, die Zahl soll voraussichtlich im nächsten Jahr auf 35 erhöht werden. Die Medizinische Hochschule Hannover ist damit eine von vier Hochschulen in Niedersachsen, an denen der Bachelorstudiengang neu angeboten wird. „Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, den neuen Studiengang in so kurzer Zeit an der MHH aufzubauen und uns damit an der wissenschaftlichen Ausbildung der Hebammen beteiligen zu können“, erklärt Professor Dr. Ingo Just, Studiendekan der MHH. Sieben Semester mit je einem Praxismodul Das Studium der Hebammenwissenschaft (B.Sc.) dauert insgesamt dreieinhalb Jahre. Jedes der sieben Semester enthält ein Praxismodul, das an einer der kooperierenden Praxisausbildungsstätten absolviert wird. Das sind neben der MHH-Frauenklinik, die Krankenhäuser Diakovere Henriettenstift und Friederikenstift, das Vinzenzkrankenhaus Hannover, die KRH-Kliniken in Gehrden, Großburgwedel und Neustadt, das AKH Celle, das Sana Klinikum Hameln-Pyrmont und das Helios Klinikum Hildesheim.
Mehr erfahren zu: "Muttermilch: Enthaltener Zucker unterstützt die Darmentwicklung bei Säuglingen und beugt Gelbsucht vor" Muttermilch: Enthaltener Zucker unterstützt die Darmentwicklung bei Säuglingen und beugt Gelbsucht vor Eine neue Studie an Mäusen beleuchtet die Rolle der Muttermilch bei der Unterstützung der Darmreifung und der Vorbeugung von Hyperbilirubinämie und Ikterus.
Mehr erfahren zu: "Autistische Menschen erleben schwerere Wechseljahresbeschwerden" Autistische Menschen erleben schwerere Wechseljahresbeschwerden Eine neue Studie von Forschenden der Bournemouth University (England) zeigt, dass autistische Menschen stärkere Wechseljahresbeschwerden erleben als nicht autistische Menschen, was zu einem geringeren Wohlbefinden und einer schlechteren Lebensqualität führt.
Mehr erfahren zu: "Grippeimpfung in der Schwangerschaft schützt Mutter und Neugeborenes" Grippeimpfung in der Schwangerschaft schützt Mutter und Neugeborenes Nur 23 Prozent der Schwangeren waren in der Saison 2024/2025 gegen Grippe geimpft. Dabei schützt die Grippeimpfung nicht nur die werdende Mutter vor schweren Krankheitsverläufen, sondern kann auch dem Neugeborenen […]