Heilmittelerbringer fordern stimmberechtigte Vertretung im G-BA10. März 2025 Foto: Photographee.eu/stock.adobe.com Alle 17 maßgeblichen Heilmittelverbände fordern gemeinsam von einer neuen Bundesregierung eine stimmberechtigte Vertretung der Heilmittelerbringer im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Die maßgeblichen Verbände gemäß § 125 SGB V stehen insgesamt für nahezu 400.000 Therapeutinnen und Therapeuten aus den Bereichen Ergotherapie, Ernährungstherapie, Logopädie, Atem-, Sprech- und Stimmlehre, Physiotherapie und Podologie. Wie es in einer gemeinsamen Mitteilung der Verbände heißt, übernähmen die Heilmittelerbringer in Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten, Hebammen und der Pflege wichtige Aufgaben im Gesundheitswesen. Die Verbände heben außerdem hervor, dass die Therapeuten und Therapeutinnen für Teilhabe und mehr Lebensqualität sorgen, Krankheit und Pflegebedürftigkeit verhindern, präventiv arbeiten und notwendige Gesundheitskompetenzen vermitteln. Bislang gibt es für diese Berufsgruppen weder einen Sitz im G-BA noch Antrags- und Mitberatungsrecht bei Richtlinien und Beschlüssen, die sie selbst betreffen. Deshalb fordern die maßgeblichen Verbände eine angemessene Beteiligung im G-BA. Die genannten Therapeutinnen und Therapeuten müssen in den für sie relevanten Aufgabenbereichen eine stimmberechtigte Vertretung haben und ein Antrags- sowie Mitentscheidungsrecht bei Richtlinien und Beschlüssen erhalten. Die Verbände verweisen darauf, dass Heilmittel ein wesentlicher Bestandteil der Gesundheitsversorgung sind und in einer alternden Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewinnen. „Dennoch entscheiden aktuell ausschließlich Ärztinnen und Ärzte, Krankenkassen und Krankenhausgesellschaften über die Versorgung mit Heilmitteln – ein überholtes Modell, das der Grundidee von interprofessioneller Versorgung widerspricht“, so die Kritik. Für eine bedarfsgerechte Patientenversorgung sei es unerlässlich, die Kompetenz und die Fachexpertise der Therapeutinnen und Therapeuten zu nutzen und adäquate Beteiligungsmöglichkeiten im G-BA strukturell zu verankern, begründen die Vertreter der Heilmittelerbringerinnen und -erbringer ihre Forderung nach einer „sofortigen Reform“. Diese solle eine faire und gleichberechtigte Mitbestimmung der maßgeblichen Heilmittelverbände im G-BA sicherstellen und eine angemessene Unterstützung für entstehende Aufwände regeln.
Mehr erfahren zu: "Unfallverletzte in der Primärversorgung: Vorbild Durchgangsarztverfahren" Unfallverletzte in der Primärversorgung: Vorbild Durchgangsarztverfahren Der Berufsverband der Deutschen Chirurgie (BDC) fordert, Unfallverletzte in einem Primärarztsystem von der verpflichtenden Erstvorstellung beim Hausarzt zwingend auszunehmen. Als Vorbild empfiehlt der BDC das Durchgangsarztverfahren.
Mehr erfahren zu: "Hilfsmittelreform: Viele Familien kämpfen weiter um Rollstühle und Orthesen für ihre Kinder" Hilfsmittelreform: Viele Familien kämpfen weiter um Rollstühle und Orthesen für ihre Kinder Laut einer Studie der Universität Witten/Herdecke (UW/H) verfehlt die Hilfsmittelreform ihr Ziel. Sie zeigt, dass drei von vier Eltern nach der Gesetzesänderung keine Verbesserung erleben.
Mehr erfahren zu: "BDC erwartet, dass Carsten Linnemann Reformen vorantreibt" BDC erwartet, dass Carsten Linnemann Reformen vorantreibt Der Berufsverband der Deutschen Chirurgie (BDC) begrüßt, dass der neue Gesundheitsminister Dr. Carsten Linnemann Wirtschafts-Expertise mitbringt und sich als Teamplayer sieht. Daran knüpft der BDC aber Erwartungen an die künftige […]