DOC 2026 Heinrich Heimann mit DOC-Wissenschaftspreis Retina ausgezeichnet20. Juni 2026 Heinrich Heimann (Mitte) nimmt von Hans-Jürgen Agostini und Silvia Bopp, beide DOC-Programmkommission, den DOC-Wissenschaftspreis Retina 2026 entgegen. Foto: Schulz/Biermann Medizin „Er ist ein Überzeugungstäter.“ Mit diesen Worten begann Prof. Hans-Jürgen Agostini (Freiburg) seine Laudatio auf den diesjährigen Empfänger des DOC-Wissenschaftspreises Retina: Prof. Heinrich Heimann aus Liverpool (Großbritannien). Agostini, Mitglied der DOC-Programmkommission, würdigte Heimanns besondere Verdienste um die Wissenschaft und Lehre in der Retinologie, wobei diese gepaart seien mit einem hohen Maß an Menschlichkeit und Humor. Heimann, seit 2005 an der Royal Liverpool University, habe dazu beigetragen, dass die deutsche Ophthalmologie über ihre eigene Ora serrata hinausschaue, meinte Agostini. Durch ihn sei die deutsche Ophthalmologie bunter, internationaler und auch streitlustiger geworden. Heimann: Vom Vorder- zum Hinterabschnitt Ursprünglich, so erinnerte der Laudator, habe Heimann sich mit dem Vorderabschnitt und dem Trockenen Augen beschäftigt. Dann aber sei er bald in den Hinterabschnitt gewechselt. Beispielhaft nannte Agostini hier Heimanns Beiträge zur Neuroprotektion bei Netzhautablösung und zur Tumorbehandlung beim Aderhautmelanom. Seit 2013 ist Heimann auch klinischer Leiter der Liverpool Ocular Oncology Unit.Des Weiteren verwies Agostini auf die von Heimann koordinierte SPR-Studie (SPR = Surgical treatment of retinal detachment). Diese habe Leitlinien geprägt, Therapien auf den Weg gebracht und junge Kollegen inspiriert. Retinologie: Vom Rand in die Mitte der DOC Einige Kollegen im Saal hätten den Preis vielleicht eher verdient als er, meinte Heimann in seinem Dankeswort. Er nehme ihn aber dennoch mit Freude entgegen, fügte er augenzwinkernd an. Für ihn, so Heimann, sei die DOC etwas Besonderes in der Kongresslandschaft, da sie so praxisrelevant sei. „Hier wird den Kollegen mitgeteilt, wie es geht.“ Zudem finde er es toll, wie erfolgreich sich die die DOC über die Jahre weiterentwickelt habe, ergänzte der Preisträger. Insbesondere dankte er den Programm-Verantwortlichen dafür, dass die Retina „vom Rand in den inner space“ gebracht worden sei. Mit Blick auf die Internationalität der Retinologie wertete Heimann den Wissenschaftspreis nicht nur als persönliche Auszeichnung. Für ihn sei der Preis mehr noch eine „Anerkennung für die über den Ärmelkanal ausgreifende Zusammenarbeit“. (dk/BIERMANN)
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