Helmholtz-Nachwuchsgruppe für Immunologen

Helmholtz-Nachwuchsgruppenleiter Dr. Yannic Bartsch (© TWINCORE/Grabowski)

Die TWINCORE-Nachwuchsgruppe „Antivirale Antikörper-Omics“ von Dr. Yannic Bartsch wird als „Helmholtz Young Investigator Group“ (HYIG) gefördert. In den nächsten fünf Jahren erhält der Immunologe insgesamt 1,5 Millionen Euro. Er erforscht die Rolle von Antikörperantworten bei Infektionen.

„Ich werde mich am Anfang auf das Respiratorische Synzytial-Virus RSV konzentrieren, welches vor allem bei Kleinkindern schwere Atemwegsinfekte hervorrufen kann“, sagt Bartsch. „Wie beeinflussen Antikörperantworten den Verlauf der Erkrankung? Lassen sich solche Immunantworten therapeutisch beeinflussen, um den Verlauf abzumildern?“ Solche Fragestellungen will der Immunologe in Hannover adressieren. „Ich bin sehr dankbar, dass ich die Gelegenheit bekommen habe, meine eigene Forschungsgruppe hier in Hannover zu gründen. Am TWINCORE finde ich dafür die optimalen Bedingungen, weil hier die Expertisen von HZI und MHH für meine translational ausgerichtete Forschung zusammenkommen.“

„Die Helmholtz-Nachwuchsgruppen sind ein starkes Instrument, um junge Talente aus dem Ausland zu uns zu holen“, sagt Prof. Ulrich Kalinke, Geschäftsführender Direktor des TWINCORE. „Einige der ganz wichtigen Forscherinnen und Forscher des HZI sind auf diesem Wege rekrutiert worden. Umso mehr freuen wir uns, dass mit Yannic Bartsch nun die erste Helmholtz Young Investigator Group am TWINCORE etabliert werden konnte.“

Bartsch war seit 2019 als Postdoktorand am Ragon Institute an der Harvard Medical School in Boston, USA tätig. Er hat an der Universität zu Lübeck Molecular Life Sciences studiert und dort auch promoviert. Bartsch hat mehr als 30 Publikationen in Fachzeitschriften über erregerspezifische Antikörperantworten veröffentlicht, zuletzt auch über den Pandemieerreger SARS-CoV-2.