Hepatozelluläres Karzinom: Bei Beurteilung des Rezidivrisikos auch Komorbiditäten im Auge behalten4. Oktober 2024 Foto: © Africa Studio/stock.adobe.com Japanische Wissenschaftler berichten aus einer aktuellen Untersuchung, dass bei Vorliegen von Diabetes mellitus und Fettleibigkeit die Wahrscheinlichkeit für ein spätes postoperatives Wiederauftreten von Leberkrebs zunimmt. Welche Auswirkungen die beiden genannten Faktoren auf das Überleben von Leberkrebspatienten und Rezidive haben, war bislang nicht klar. Um Antworten darauf zu finden, analysierte ein Forschungsteam um Dr. Hiroji Shinkawa an der Graduate School of Medicine der Osaka Metropolitan University (Japan) den Zusammenhang zwischen Diabetes, Adipositas und postoperativen Ergebnissen bei 1644 Patienten mit Hepatozellulärem Karzinom (HCC), bei denen eine Leberresektion durchgeführt worden war. Eine multivariate Analyse ergab für die Gruppe von Patienten, die ausschließlich an Adipositas litten (OB+/DM–), im Vergleich zu solchen sowohl ohne Fettleibigkeit als auch ohne Diabetes (OB–/DM–) eine adjustierte Hazard Ratio (HR) für ein verkürztes rezidivfreies Überleben von 1,10 (95%-Konfidenzintervall [KI]: 0,91–1,33; p=0,31). Personen mit ausschließlich Diabetes (OB–/DM+) hatten eine entsprechende HR von 0,94 (95 %-KI 0,78–1,12; p=0,48). Für Patienten mit beiden Komorbiditäten (OB+/DM+ ) ergab die Analyse für eine kürzere Lebensspanne ohne HCC-Rezidiv eine HR von 1,24 (95 %-KI 1,01–1,54; p=0,045). Darüber hinaus betrugen die adjustierten HRs für ein verkürztes Gesamtüberleben 0,93 (p=0,57) für OB+/DM–) sowie 0,97 (p=0,76) für OB–/DM+ und 1,38 (p=0,013) für OB+/DM+. Die Forschenden beobachteten keinen signifikanten Unterschied bezüglich der Raten für ein früh auftretendes Rezidiv zwischen den vier Gruppen. Die Gruppe OB+/DM+ besaß den Auswertungen zufolge im Vergleich zur Gruppe OB–/DM– ein erhöhtes Risiko für ein spätes Rezidiv nach mehr als zwei beziehungsweise fünf Jahren postoperativ (HR 1,51; p= 0,024 bzw. HR: 2,53; p = 0,046). In den Gruppen OB+/DM– und (OB–/DM+) stellten die Studienautoren ein erhöhtes Risiko für ein spätes Rezidiv nach mehr als 5 Jahren postoperativ fest (HR 3,83; p<0,001 bzw. HR 1,95; p=0,037). „Diese Studie soll zur Früherkennung von Krebsrezidiven und zur Entwicklung geeigneter Behandlungsstrategien beitragen“, erklärt Shinkawa. „Da das Risiko für ein spätes Rezidiv beim HCC mit komorbider Adipositas und Diabetes höher ist, stellt die Kontrolle von Fettleibigkeit und Diabetes eine wichtige Behandlungsstrategie beim HCC dar.“
Mehr erfahren zu: "Sacituzumab Govitecan plus Pembrolizumab als perioperative Therapie bei muskelinvasivem Blasenkrebs" Weiterlesen nach Anmeldung Sacituzumab Govitecan plus Pembrolizumab als perioperative Therapie bei muskelinvasivem Blasenkrebs Die perioperative Gabe von Sacituzumab Govitecan plus Pembrolizumab bei Patienten mit muskelinvasivem Blasenkrebs hat in einer aktuellen Studie eine vielversprechende Gesamtansprechrate (ORR) ohne Nebenwirkungen des Grades 4 oder höher gezeigt. […]
Mehr erfahren zu: "„Gute“ Immunzellen helfen bei der Regeneration von Rückenmarksverletzungen" „Gute“ Immunzellen helfen bei der Regeneration von Rückenmarksverletzungen Ein Forschungsteam hat den Mechanismus entschlüsselt, wie bei Zebrafischen Schäden am Rückenmark vollständig heilen. Bestimmte Immunzellen regulieren die Entzündung herunter, damit die Nervenregeneration ermöglicht wird.
Mehr erfahren zu: "Muskelinvasiver Blasenkrebs: Kombinationstherapie ermöglicht Blasenerhalt" Weiterlesen nach Anmeldung Muskelinvasiver Blasenkrebs: Kombinationstherapie ermöglicht Blasenerhalt Die Kombination aus Ipilimumab und Nivolumab gefolgt von einer Radiochemotherapie (CRT) kann bei muskelinvasivem Blasenkrebs (MIBC) eine wirksame blasenerhaltende Behandlung darstellen.