Hidradenitis suppurativa: Instrument berücksichtigt Patientenperspektive

Patient beim Arzt
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Forschende aus den USA und Europa berichten über ein neues Instrument zur Erfassung patientenberichteter Endpunkte, den Hidradenitis Suppurativa Symptom and Impact Diary (HSSID).

Der HSSID bewerte angemessen die Symptome und Auswirkungen von HS bei erwachsenen Patienten, weise im Allgemeinen robuste psychometrische Eigenschaften auf und könne von Patienten mit mittelschwerer bis schwerer HS im Rahmen einer klinischen Studie verwendet werden, so die Autoren im „British Journal of Dermatology“.

Entwicklung und Testphase in zwei Studien

Die Entwicklung des HSSID erfolgte in drei Abschnitten: der Konzepterhebung, der Item-Entwicklung sowie der qualitativen Bewertung. In der anschließenden Bewertungsphase wurden die psychometrischen Eigenschaften des Instruments anhand der Daten von 478 Patienten (233 von SUNSHINE und 245 von SUNRISE) untersucht, die an zwei klinischen Secukinumab-Studien teilnahmen und den HSSID benutzten.

Der HSSID umfasst 11 Items. Davon beziehen sich 5 auf HS-Symptome (läsionsassoziierte Schmerzen, läsionsassoziierter Juckreiz, Läsionssekretion, Geruch und körperliche Fatigue) und 6 auf HS-Auswirkungen (Gehfähigkeit, sonstige körperliche Beweglichkeit, Schlafstörungen, Zeit mit anderen Menschen, negative Auswirkungen auf Emotionen und Arbeitsfähigkeit). Die Teilnehmenden bewerteten die HSSID-Items als leicht verständlich und berichteten keine Schwierigkeiten, sich an Symptome und Auswirkungen der vorangegangenen 24 Stunden zu erinnern.

Hohe Reliabilität

Es zeigte sich eine gute Assoziation bei geringer Redundanz zwischen den HSSID-Items, mit moderaten (> 0,30) bis starken (> 0,50) Inter-Item-Korrelationen sowohl zwischen Symptom- als auch Impact-Items und über Subgruppen hinweg. Die Test-Retest-Reliabilität in stabilen Subgruppen war in SUNSHINE und SUNRISE hoch und lag zwischen 0,78 und 0,96. Die Konstruktvalidität wurde bestätigt, da jedes HSSID-Item mit mindestens einer relevanten Begleitvariable korrelierte.

Die HSSID-Item-Scores zeigten eine zufriedenstellende Responsivität zur Erfassung von Veränderungen. Allerdings konnten ankerbasierte Schwellenwerte für eine klinisch bedeutsame Veränderung nur für das Item zum „schlimmsten läsionsassoziierten Schmerz“ bestimmt werden. (ins)