Hilfe für nierenkranke Kinder

Screenshot aus dem Video des BMBF. Bild: DGfN
Screenshot aus dem Video des BMBF. Bild: DGfN

Dank der von Professor Oliver Gross (Universitätsmedizin Göttingen) geleiteten EARLY-Protect-Alport-Studie können Kinder mit einer seltenen Nierenerkrankung bereits sehr früh wirkungsvoll behandelt werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt das Projekt in einem Video vor.

Das Alport-Syndrom ist eine Seltene Erkrankung, unter der etwa eines von 5.000 Kindern leidet. Als Folge der Erkrankung vernarbt das Bindegewebe der Niere, sodass diese ihre Funktion nicht mehr ausüben kann. Unbehandelt wird eine Dialysebehandlung deshalb unausweichlich.

Gemeinsam mit seinem Team konnte Professor Oliver Gross von der Universitätsmedizin Göttingen nachweisen, dass das als Blutdrucksenker eingesetzte Medikament Ramipril das Fortschreiten der Erkrankung um viele Jahre verzögern kann. Die von ihm durchgeführte EARLY-Protect-Alport Studie belegt, dass Ramipril bereits ab einem Alter von zwei Jahren sicher angewendet werden kann – und damit der Vernarbung der Niere frühzeitig entgegenwirkt. Das gibt den betroffenen Kindern die Chance auf ein gesundes Leben.