Hochrisikoadenome plus serratierte Polypen: Höheres Risiko für aktive Raucher22. März 2019 Foto: © mitarart/Fotolia Serratierte Polypen (SP) und konventionelle Hochrisikoadenome (HRA) haben unterschiedliche biologische Ursprünge, können aber gleichzeitig auftreten. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass erwachsene Patienten mit synchronen SP und Adenomen eine Hochrisikogruppe darstellen und möglicherweise ein spezifisches Risikofaktorprofil aufweisen, dass sich von dem solcher Patienten unterscheidet, bei denen ausschließlich HRA bestehen. Mithilfe des bevölkerungsbasierten New Hampshire Colonoscopy Registry (NHCR) hat eine Arbeitsgruppe nun das Risikoprofil von Patienten mit synchronen konventionellen HRA und SP untersucht. Die Studienpopulation umfasste 20.281 erstmalige Screening-Koloskopien von asymptomatischen Personen aus dem NHCR aus den Jahren 2004–2015, die mindestens 40 Jahre alt waren. Die Befunde wurden in vier Kategorien eingeteilt: normal (1), ausschließlich HRA (2; Adenome ≥1 cm, villös, hochgradige Dysplasie, multiple/>2 Adenome und Adenokarzinome) sowie ausschließlich klinisch signifikante SP (3; CSSP; jeglicher hyperplastischer Polyp ≥1 cm, sessile serratierte Adenome/Polypen oder herkömmliche serratierte Adenome) und schließlich synchron auftretende HRA und CSSP (4). Zu den untersuchten Risikofaktoren gehörten relevante Expositionen, Nikotinkonsum (jemals, ehemals und aktuell/Packungsjahre) sowie Patientenalter und -geschlecht, Alkoholkonsum, Bildungsstand und Kolorektalkarzinome (CRC) in der Familienanamnese. Mittels multivariabler unkonditionaler logistischer Regression wurde der Zusammenhang der Risikofaktoren mit dem Vorliegen synchroner HRA und CSSP gegenüber einer Untersuchung ohne Befund oder einem alleinige HRA getestet. Zu 18.354 Screening-Koloskopien lagen vollständige Daten zum Nikotinkonsum, Geschlecht und Daten zur Darmvorbereitung sowie einer ausreichenden Darmreinigung vor. Normal waren 16.495 Befunde, während bei 1309 ein alleiniges HRA entdeckt wurde, bei 461 ein alleiniger CSSP und bei 89 synchrone HRA und CSSP. Aktueller Nikotinkonsum war mit einem fast 3-fach erhöhten Risiko für ein HRA oder CSSP assoziiert sowie mit einem 8-fachen Risiko für synchrone HRA und CSSP (adjustierte Odds Ratio [aOR] 8,66; 95 %-Konfidenzintervall [KI] 4,73–15,86). Patienten mit synchronen HRA und CSSP waren mit dreimal so hoher Wahrscheinlichkeit aktive Raucher wie solche, die lediglich ein HRA aufwiesen (aOR 3,27; 95 %-KI 1,74–6,16).
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