Hochverarbeitete Lebensmittel als Treiber des Typ-2-Diabetes28. Mai 2025 © hin255 – stock.adobe.com (Symbolbild) Die Inzidenz von Typ-2-Diabetes (T2D) ist weltweit gestiegen und hochverarbeitete Lebensmittel (UPFs) sind als Treiber von T2D in den Fokus gerückt. Eine narrative Übersichtsarbeit befasste sich jetzt mit den bestehenden Studien, die sich mit den Trends und Gewohnheiten im Konsum von UPFs und dem Zusammenhang mit der Inzidenz von T2D beschäftigen. Die Hypothesen, warum UPFs ursächlich an der Entstehung und dem Fortschreiten von Gewichtszunahme und suboptimalen Blutzuckerspiegeln beteiligt sein könnten, sind vielfältig. Unsicherheiten und Diskussionen bestehen bei der Frage, ob die schädlichen Auswirkungen von UPFs auf Zusätze sowie andere Merkmale der industriellen Verarbeitung zurückzuführen sein könnten, unabhängig von den etablierten Risikofaktoren wie zugesetztem Zucker, Natrium, gesättigten Fettsäuren und einem niedrigen Ballaststoffgehalt. Diese aktuellen Wissenslücken können jedoch durch rigorose Forschung und koordinierte Bemühungen im Bereich der Ernährungswissenschaften adressiert werden. Beispielsweise können die Stärken von longitudinalen Kohortenstudien genutzt werden, um die Charakterisierung von wichtigen Subkategorien von UPFs innerhalb der riesigen und vielfältigen Kategorie der hochverarbeiteten Lebensmittel und Getränke zu verfeinern und Risikomuster zu identifizieren, die mit der Entwicklung chronischer Erkrankungen in Verbindung stehen. Die bemerkenswerten Vorteile von Ernährungsinterventionsstudien liegen in den wesentlichen Verbesserungen der Zuverlässigkeit der Ernährungserhebungen und der Isolierung der Auswirkungen einzelner UPF-Zusatzstoffe und Merkmale durch sorgfältig formulierte Diäten und Ernährungstipps. Fazit Forschung, die das Verständnis der Ernährung und der ursächlichen Treiber von Gewichtszunahme und suboptimaler kardiometaboler Gesundheit und der Wechselwirkungen zwischen diesen Faktoren verbessert, kann genutzt werden, um die Lebensmittelversorgung sinnvoll zu verändern und so großflächige Verbesserungen bei der Gesundheit von Menschen mit T2D zu erzielen. Auch wenn der weltweite Marktanteil von UPFs schneller zu wachsen scheint als die Forschung zu ihren schädlichen gesundheitlichen Auswirkungen, gibt es möglicherweise noch vielversprechende Möglichkeiten, die Belastung durch T2D zu verringern. (hsp) Autoren: Mendoza K et al. Korrespondenz: Deirdre K Tobias; [email protected] Studie: Targeting ultra-processed foods for prevention of type 2 diabetes: state of the evidence and future directions Quelle: Diabetologia 2025 Mar;68(3):495–506. Web: https://doi.org/10.1007/s00125-025-06358-x
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