Höhere Vitamin-D-Spiegel sind mit niedrigeren Tau-Protein-Werten assoziiert22. April 2026 Höhere Vitamin-D-Werte im mittleren Lebensalter sind mit niedrigeren Werten des Alzheimer-Biomarkers Tau-Protein im Alter assoziiert. (Bild: © cegli/stock.adobe.com) Höhere Vitamin-D-Werte im Blut im mittleren Lebensalter gehen Jahre später mit niedrigeren Werten des Alzheimer-Biomarkers Tau-Protein im Gehirn einher. Dies geht aus einer Studie hervor, die kürzlich im Fachjournal „Neurology“ veröffentlicht wurde. Die Studie beweist jedoch nicht, dass Vitamin D den Tau-Spiegel und damit das Demenzrisiko senkt; sie zeigt lediglich einen Zusammenhang auf. „Die Ergebnisse legen nahe, dass höhere Vitamin-D-Werte im mittleren Lebensalter vor der Entwicklung von Tau-Ablagerungen im Gehirn schützen könnten und dass niedrige Vitamin-D-Werte möglicherweise einen Risikofaktor darstellen, der sich beeinflussen und behandeln lässt, um das Demenzrisiko zu senken“, berichtet Studienautor Martin David Mulligan von der Universität Galway in Irland. „Selbstverständlich müssen diese Ergebnisse in weiteren Studien bestätigt werden.“ Vitamin-D-Spiegel korreliert mit Tau-Protein-Levels 16 Jahre später An der Studie nahmen 793 Personen mit einem Durchschnittsalter von 39 Jahren teil, die nicht an Demenz litten. Bei allen Teilnehmenden wurde zu Beginn der Studie der Vitamin-D-Spiegel im Blut gemessen. Im Durchschnitt 16 Jahre später wurden Gehirnscans durchgeführt, um die Konzentrationen der Tau- und Amyloid-Beta-Proteine im Gehirn zu messen. Beide Proteine gelten als Biomarker für die Alzheimer-Krankheit. Ein hoher Vitamin-D-Spiegel wurde als über 30 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) definiert, ein niedriger als darunter. Insgesamt 34 Prozent der Teilnehmenden wiesen einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel auf, und 5 Prozent nahmen Vitamin-D-Präparate ein. Die Forschenden berücksichtigten weitere Faktoren, die den Tau-Spiegel beeinflussen könnten, wie Alter, Geschlecht und Depressionssymptome. Höhere Vitamin-D-Spiegel korrelierten Jahre später mit niedrigeren Konzentrationen des Alzheimer-Biomarkers Tau-Protein. Es bestand kein Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Spiegel und der Menge an Amyloid-Beta-Protein im Gehirn. „Diese Ergebnisse sind vielversprechend, da sie einen Zusammenhang zwischen höheren Vitamin-D-Spiegeln im frühen mittleren Lebensalter und einer geringeren Tau-Belastung im Durchschnitt 16 Jahre später nahelegen“, sagte Mulligan. „Die Lebensmitte ist eine Zeit, in der die Modifizierung von Risikofaktoren eine größere Wirkung zeigen kann.“ Eine Einschränkung der Studie besteht allerdings darin, dass der Vitamin-D-Spiegel im Blut nur einmal gemessen wurde. (lj/BIERMANN) Auch lesenswert zum Thema Alzheimer: Schutz vor Demenz durch Kaffee Körperliche und geistige Aktivität beeinflussen Alzheimer-Biomarker positiv
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