Höheres Risiko bei der radikalen Zystektomie für übergewichtige und adipöse Patienten24. Februar 2023 Adipositas – auch ein Nachteil bei einer Blasenentfernung. Foto: Jürgen Fälchle – stock.adobe.com Übergewichtige und adipöse Patienten sind bei der radikalen Zystektomie im Vergleich zu Patienten mit normalem Body Mass Index (BMI) einem erhöhten Risiko für Komplikationen ausgesetzt. Dies zeigt eine Datenanalyse aus Kanada. Die Autoren um Louise Catherine McLoughlin vom St. James’s Hospital in Dublin, Irland, entnahmen die Daten von 589 Patienten dem Canadian Bladder Cancer Information System, einem prospektiven Register über 14 akademische Zentren. Sie verglichen die Häufigkeit perioperativer Komplikationen (≤90 Tage) in den BMI-Subkategorien. Die Wissenschaftler fanden perioperative Komplikationen bei 51 normalen (30%), 97 übergewichtigen (43%) und 85 adipösen (43%) Patienten (p=0,02). Der BMI war unabhängig mit der Entwicklung von Komplikationen assoziiert (OR 1,04; 95%-Konfidenzintervall [KI] 1,01–1,07). Das prognostizierte Komplikationsrisiko begann über einem BMI-Schwellenwert von 34 kg/m2 beständig zu steigen. Sowohl übergewichtige (OR 2,00; 95%-KI 1,26–3,17) als auch adipöse (OR 1,98; 95%-KI 1,24–3,18) Patienten hatten ein erhöhtes Komplikationsrisiko im Vergleich zu Patienten mit normalem BMI. Als Schlussfolgerung schlagen die Autoren vor, den BMI-Schwellenwert von 34 kg/m2 für prähabilitative Behandlungsstrategien zu nutzen. (ms)
Mehr erfahren zu: "Gassen zum BStabG: „Wir werden eine Zäsur in der Versorgung Gesetzlich Krankenversicherter erleben“" Gassen zum BStabG: „Wir werden eine Zäsur in der Versorgung Gesetzlich Krankenversicherter erleben“ Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, hat das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) auf der KBV-Vertreterversammlung in Berlin scharf kritisiert.
Mehr erfahren zu: "„Die Praxen müssen die Hoheit über ihre Terminorganisation behalten“" „Die Praxen müssen die Hoheit über ihre Terminorganisation behalten“ Eine Digitalisierung, die Praxen entlastet und die Versorgung verbessert, forderte Dr. Sibylle Steiner, Mitglied des Vorstands der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), auf der KBV-Vertreterversammlung in Berlin am 4. September.
Mehr erfahren zu: "Hofmeister auf der KBV-Vertreterversammlung: „Praxen schaffen Arbeitsplätze und Kaufkraft“" Hofmeister auf der KBV-Vertreterversammlung: „Praxen schaffen Arbeitsplätze und Kaufkraft“ Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Arzt-Praxen hat der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Stephan Hofmeister, auf der KBV-Vertreterversammlung in Berlin hervorgehoben.