Hohe Androgenwerte: Kein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko28. Juni 2018 © Gina Sanders – fotolia.com Eine neue Auswertung der Rotterdam Study, einer prospektiven, populationsbasierten Kohortenstudie mit median 11,36 Jahren Follow-up, zeigt, dass hohe Androgenwerte in der Postmenopause nicht mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen einhergehen. Die kardiovaskuläre Gesundheit von Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) ist möglicherweise besser als angenommen, so die Autoren. Untersucht wurden 2578 Frauen über 55 Jahren, im Schnitt waren sie 70,19 (SD 8,71) Jahre alt. Ihre Menopause lag durchschnittlich 19,85 (SD 9,94) Jahre zurück. Ein freier Androgenindex (FAI) im höchsten Quartil war mit einer höheren Pulswellengeschwindigkeit [b 0,009 [95%-KI 0,000-0,018]) assoziiert. Dehydroepiandrosteron- [b -0,008 [95%-KI -0,015 bis -0,001]) und Androstendion-Level [b -0.010 [95%-KI -0,017 bis -0,003] im höchsten Quartil waren mit einer geringeren Intima-Media-Dicke (Karotis) assoziiert. Es fand sich aber kein Zusammenhang zwischen hohen Androgenwerten und der Inzidenz von Schlaganfällen, koronarer Herzkrankheit und kardiovaskulären Erkrankungen. Fazit Postmenopausal hohe Androgenspiegel waren in der Studie nicht mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen verbunden. Die kardiovaskuläre Gesundheit bei Frauen mit PCOS ist möglicherweise besser als erwartet, so die Autoren der Studie abschließend. Autoren: Meun C et al. Korrespondenz: Fachbereich Reproduktionsmedizin, Abteilung Geburtshilfe und Gynäkologie, Medizinisches Zentrum, Erasmus-Universität, Rotterdam, Niederlande Studie: High androgens in postmenopausal women and the risk for athero-sclerosis and cardiovascular disease: the Rotterdam Study Quelle: J Clin Endocrinol Metab 2018 Apr 1;103(4):1622–1630. Web: academic.oup.com/jcem
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