Hohe Auszeichnung für Freiburger Neuropathologen9. Mai 2018 Prof. Marco Prinz (Foto: Britt Schilling/Universitätsklinikum Freiburg) Für seine Forschung zum Immunsystem des Gehirns hat die Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung Prof. Marco Prinz vom Universitätsklinikum Freiburg ausgezeichnet. Prinz teilt sich den mit 300.000 Euro dotierten Preis mit der Tübinger Mikrobiom-Forscherin Prof. Ruth Ley. Prof. Marco Prinz, Ärztlicher Direktor des Instituts für Neuropathologie am Universitätsklinikum Freiburg, ist mit dem Jung-Preis für Medizin der Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung ausgezeichnet worden. Die Stiftung würdigt damit seine Forschungsarbeiten zur Entwicklung und Funktion wichtiger Immunzellen des Gehirns, der sogenannten Mikroglia. Mikroglia-Zellen werden mit der Entstehung von Krankheiten wie Alzheimer und Depression in Verbindung gebracht. So zeigte Prinz unter anderem, dass Mikroglia-Zellen bereits früh in der Embryonalentwicklung vom Dottersack ins Gehirn einwandern und dort zeitlebens hinter der Blut-Hirn-Schranke leben und sich langsam teilen. In einer kürzlich veröffentlichten Studie wiesen Prinz und Kollegen außerdem bei Mäusen nach, dass sich Alzheimer aufhalten und die kognitive Leistung verbessern lässt, indem gezielt zwei Gene in der Mikroglia ausgeschaltet werden. Über Prof. Marco Prinz Prinz ist seit 2008 Ärztlicher Direktor des Instituts für Neuropathologie am Universitätsklinikum Freiburg. 2015 erhielt er die renommierte Reinhart-Kosseleck-Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für Projekte, die in hohem Maße innovativ sind. Seit Januar 2017 ist er Sprecher des mit 10,9 Millionen Euro geförderten Sonderforschungsbereichs/Transregios 167 „NeuroMac“, der sich mit Entwicklung, Funktion und Potenzial von Mikroglia-Zellen im zentralen Nervensystem befasst. Allein seit Anfang 2018 war er an fünf Publikationen in den hochrangigen Wissenschaftszeitschriften Nature, Nature Medicine und Nature Neuroscience beteiligt.
Mehr erfahren zu: "Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent" Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent Der GKV-Schätzerkreis hat seine Prognosen für die finanziellen Rahmenbedingungen für 2027 abgegeben. Der Bundesgesundheitsminister wertet es als Erfolg des GKV-Spargesetzes, die KBV übt daran weiter Kritik.
Mehr erfahren zu: "Verbesserte Risikoklassifikation beim Neuroblastom" Verbesserte Risikoklassifikation beim Neuroblastom Die molekulare Klassifizierung von Neuroblastomen anhand von Telomererhaltungsmechanismen kann die bisherige Risikoklassifikation von Kindern mit Neuroblastom verbessern. Dies berichten Forschende der Uniklinik und Medizinischen Fakultät der Universität Köln im „Journal […]
Mehr erfahren zu: "„Tag der Überlastung im Gesundheitswesen“ immer früher" „Tag der Überlastung im Gesundheitswesen“ immer früher Der Tag, an dem die Einnahmen aus dem allgemeinen Beitragssatz der Gesetzlichen Krankenversicherung rechnerisch nicht mehr ausreichen, um die Ausgaben für das gesamte Jahr zu finanzieren, ist in diesem Jahr […]