Hormon könnte postmenopausale Gewichtsentwicklung beeinflussen17. März 2026 Laut einer US-Studie hängt das Hormon Asprosin mit der langfristigen Gewichtsentwicklung bei postmenopausalen Frauen zusammen.(Symbolbild: © Pixel-Shot/stock.adobe.com) Eine US-Studie deutet darauf hin, dass das Hormon Asprosin mit der langfristigen Gewichtsentwicklung bei postmenopausalen Frauen zusammenhängt. Höhere Ausgangswerte waren in der Analyse mit einer geringeren Gewichtszunahme über drei Jahre verbunden. Forscher der Joe C. Wen School of Population & Public Health der University of California, Irvine, haben untersucht, wie das Hormon Asprosin die langfristige Gewichtsentwicklung bei postmenopausalen Frauen in den USA beeinflusst. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass dieses durch Fasten ausgelöste Hormon eine wichtige Rolle für die Körperzusammensetzung und die langfristige Gewichtsstabilität spielen könnte und somit einen potentiellen Ansatzpunkt für gezielte Strategien zur Adipositasprävention darstellt. Welche Rolle Asprosin im Energiestoffwechsel spielt Die Gewichtszunahme nach der Menopause trägt maßgeblich zu einem erhöhten kardiometabolischen Risiko, einschließlich Typ-2-Diabetes, bei. Die biologischen Mechanismen, die die langfristige Gewichtsentwicklung steuern, sind jedoch noch weitgehend unerforscht. Asprosin, das hauptsächlich vom Fettgewebe produziert wird, reguliert den Energiehaushalt, indem es die Leber zur Freisetzung von Glukose anregt und dem Gehirn signalisiert, den Appetit zu fördern. Obwohl frühere Studien Asprosin mit Stoffwechselstörungen in Verbindung brachten, war seine prospektive Rolle bei der langfristigen Gewichtsentwicklung beim Menschen bisher nicht belegt. Die Forschungsergebnisse wurden im „Journal of Nutrition“ veröffentlicht. Das Team um Simin Liu, Professorin für Epidemiologie und Biostatistik am Wen Public Health, analysierte Daten von über 4000 postmenopausalen Frauen, die an der Women’s Health Initiative teilnahmen. Diese langjährige nationale Studie umfasste Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren, die in 40 klinischen Zentren landesweit rekrutiert wurden. Die Forscher maßen die Asprosin-Ausgangswerte in Blutproben, die zwischen dem 1. September 1993 und dem 31. Dezember 1998 entnommen wurden, und verfolgten die Veränderungen von Körpergewicht, Fettansammlung und fettfreier Körpermasse über drei Jahre. Eine Untergruppe der Teilnehmerinnen unterzog sich einer erweiterten Körperzusammensetzungsanalyse mittels Dual-Röntgen-Absorptiometrie (DXA). Höhere Asprosinwerte mit geringerer Gewichtszunahme verbunden Frauen ohne Adipositas oder Diabetes zu Studienbeginn nahmen mit den höchsten Asprosin-Werten über drei Jahre deutlich weniger an Gewicht zu als Frauen mit den niedrigsten Werten. Sie hatten ein um 43 Prozent geringeres Risiko für eine starke Gewichtszunahme und ein um 83 Prozent höheres Risiko für einen deutlichen Gewichtsverlust. Die Forscher wiesen jedoch darauf hin, dass ein Teil des Gewichtsverlusts auf den Verlust an fettfreier Körpermasse zurückzuführen war. Die Ergebnisse legen nahe, dass Asprosin zur Gewichtsstabilität beitragen kann, solange der Stoffwechsel gesund ist. Sein Einfluss scheint jedoch mit zunehmender Insulinresistenz und beginnendem Diabetes, die hormonelle Signalwege stören, nachzulassen. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass Asprosin uns helfen kann, Gewichtsschwankungen bei postmenopausalen Frauen zu erfassen und möglicherweise zu behandeln“, erklärt Liu. „Das Verständnis der hormonellen Faktoren, die das Gewicht nach der Menopause beeinflussen, kann uns helfen, präzisere Strategien für die Lebensstiländerung oder medikamentöse Interventionen zu entwickeln, die Übergewicht und damit verbundene Stoffwechselstörungen verhindern und gleichzeitig die gesunde Muskelmasse erhalten.“ Weitere Forschung ist erforderlich, um die Rolle von Asprosin bei der Entwicklung von Typ-2-Diabetes zu untersuchen und die diesen Zusammenhängen zugrunde liegenden biologischen Mechanismen besser zu verstehen. Weitere Studien werden zeigen, ob eine Modifizierung des Asprosinspiegels zu wirksamen klinischen Interventionen führen könnte. (lj/BIERMANN) Außerdem interessant zum Thema Menopause: Menopause: Höherer Gewichtsverlust durch Tirzepatid bei zeitgleicher Hormontherapie Menopause: Kein Einfluss von Ursache und Zeitpunkt auf das Diabetesrisiko
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