Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz: Positiv mit Luftverschmutzung assoziiert

Lufverschmutzung
Smog in Beijing © eyetronic – fotolia.com

Wie genau hängen kongestive Herzinsuffizienz (CHF) und Luftverschmutzung zusammen? Das Interesse an dieser Frage wächst. Aus Entwicklungsländern liegen dazu aktuell nur sehr wenige Daten vor. Daher untersuchten Wissenschaftler um Dr. Hui Liu von der Universität Peking den Zusammenhang zwischen kurzfristiger Exposition gegenüber Luft­verschmutzung und Krankenhausaufnahmen aufgrund von CHF in China. Die zeitlich stratifizierte Fall-Crossover-Studie sei zwischen 2014 und 2015 in 26 großen chinesischen Städten bei 105.501 CHF-Hospitalisierungen erfolgt, erläutern sie.

Die Wissenschaftler nutzten Modelle mit konditionaler logistischer Regression, um die prozentualen Veränderungen bei CHF-Aufnahmen in Relation zu Zunahmen der Luftschadstoff-Konzentrationen pro Interquartilsabstand abzuschätzen.

Dabei stellten sie fest, dass die Luftverschmutzung positiv mit CHF-Hospitalisierungen assoziiert war. Eine Zunahme um einen Interquartilsabstand bei Feinstaub, Feststoffteilchen mit einem aerodynamischen Durchmesser <10 mm, Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid, Kohlenmonoxid und Ozonkonzentrationen am aktuellen Tag entsprachen Anstiegen bei CHF-Einweisungen um 1,2 % (95 %-Konfidenzintervall [KI] 0,5–1,8), 1,3 % (95 %-KI 0,5–2,0), 1,0 % (95 %-KI 0,2–1,7), 1,6 % (95 %-KI 0,6–2,5), 1,2 % (95 %-KI 0,5–1,9) respektive 0,4 % (95 %-KI -0,9 bis 1,7).

Fazit
Zusammenfassend tragen die Ergebnisse zur begrenzten wissenschaftlichen Literatur über die Auswirkungen der Luftverschmutzung auf das CHF-Risiko bei, die für Entwicklungsländer typisch sind.

Autoren: Liu H et al.
Korrespondenz: Dr. Yonghua Hu; [email protected]
Studie: Effect of Ambient Air Pollution on Hospitalization for Heart Failure in 26 of China‘s Largest Cities
Quelle: Am J Cardiol 2018;121(5):628–633.
Web: dx.doi.org/10.1016/j.amjcard. ­2017.11.039