HPV-Impfung ist hochwirksam und sicher – rechtzeitiger Impfschutz spielt aber zentrale Rolle26. April 2023 Bild: © SHOTPRIME STUDIO – stock.adobe.com Anlässlich der diesjährigen Europäischen Impfwoche betonen der Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF) und die Nationale Lenkungsgruppe Impfen (NaLI) gemeinsam die Wichtigkeit der präventiven Schutzimpfung gegen Humane Papillomviren (HPV). Die Impfung kann sowohl Frauen als auch Männer vor HPV-bedingten Krebsvorstufen und -erkrankungen bewahren. Dabei senkt die Impfung nicht nur das individuelle Risiko für eine spätere Erkrankung deutlich, sondern verhindert auch indirekt Infektionen bei zukünftigen Sexualpartnerinnen und Sexualpartnern. In Deutschland erkranken jährlich ca. 6250 Frauen und circa 1600 Männer an Krebs durch HPV. Den größten Anteil hat dabei der Gebärmutterhalskrebs bei Frauen – mit jährlich ca. 4500 neuen Erkrankungen. Frauen überproportional von Krankheitslast durch HPV betroffen Die Krankheitslast durch HP-Viren ist bei Frauen insgesamt deutlich höher, da bereits Zellveränderungen oder Krebsvorstufen medizinische Diagnostik, Eingriffe und eine engmaschige Überwachung für sie zur Folge haben. „Im Jahresdurchschnitt werden bei Frauen über 56.000 operative Eingriffe am Gebärmutterhals, so genannte Konisationen durchgeführt, um HPV-bedingte Krebserkrankungen zu verhindern oder zu behandeln“, erklärt Dr. Marianne Röbl-Mathieu vom Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF) und Vorsitzende der AG Masern/Röteln/HPV der Nationale Lenkungsgruppe Impfen (NaLI). „Der Großteil dieser Operationen erfolgt im gebärfähigen Alter.“ Die Eingriffe können in der Folge das Risiko für Früh- und Fehlgeburten erhöhen und damit die Lebensperspektive von Frauen und ihren Partnern und Partnerinnen beeinträchtigen. Unzureichende HPV-Impfquoten bei Jugendlichen in Deutschland Die Impfquoten stiegen in Deutschland in den letzten Jahren, aber die Inanspruchnahme der Impfungen bleibt nach wie vor im Vergleich mit anderen Ländern zu niedrig. „Leider haben immer noch viele Mädchen und Jungen keinen Schutz vor diesen schwerwiegenden Erkrankungen, wobei gerade bei der HPV-Impfung der rechtzeitige Impfschutz eine wichtige Rolle spielt“, betont Dr. Klaus Doubek, Präsident des BVF. Eine wichtige Maßnahme zum Abbau von strukturellen Impfhindernissen bzw. zur Förderung von Impfstrategien ist aus Sicht des BVF die ärztliche Impfberatung durch eine adäquate Honorierung besser zu unterstützen. „Insgesamt gewinnen in der gynäkologischen Praxis Impfungen immer mehr an Bedeutung. Ihr Potential zur Prävention von impfpräventablen Infektionen bei Mädchen, Frauen und insbesondere auch Schwangeren mit Ihrem Umfeld und den Babys sind wichtige Bestandteile der Gesundheitsvorsorge von Frauen“, ergänzt der Präsident des BVF. Versäumte Impfungen so früh wie möglich nachholen Mit Blick auf die diesjährige Europäische Impfwoche vom 23. bis zum 29. April 2023 unterstreichen der BVF und die NaLI ihr gemeinsames wichtiges Ziel, die Impfquoten der HPV-Impfung weiter zu erhöhen.
Mehr erfahren zu: "Erstmals dorsaler Klitorisnerv detailliert dargestellt" Erstmals dorsaler Klitorisnerv detailliert dargestellt Der Aufbau der menschlichen Klitoris ist trotz erster Forschungserfolge noch weitgehend unbekannt. Forschenden aus Düsseldorf gelang es in einer anatomischen Studie nun erstmals, den Klitorisnerv detailliert darzustellen.
Mehr erfahren zu: "Höhere Umgebungstemperatur während der Schwangerschaft ist mit geringerem fetalen Wachstum assoziiert" Höhere Umgebungstemperatur während der Schwangerschaft ist mit geringerem fetalen Wachstum assoziiert Eine aktuelle Studie von Forschenden der Medizinischen Universität Wien, der Universität Wien (Österreich) und der University of Calgary (Kanada) zeigt, dass höhere Umgebungstemperaturen während bestimmter Phasen der Schwangerschaft mit einer […]
Mehr erfahren zu: "Gestationsdiabetes erhöht das Risiko für Typ-2-Diabetes – selbst bei Normalgewicht" Gestationsdiabetes erhöht das Risiko für Typ-2-Diabetes – selbst bei Normalgewicht Gestationsdiabetes stellt laut einer Studie der Universität Göteborg einen starken Risikofaktor für eine spätere Typ-2-Diabetes-Erkrankung dar – selbst bei Frauen, die vor der Schwangerschaft ein normales Körpergewicht aufwiesen. Die Forscher […]