Human-Leukocyte-Antigen-DQαβ-Mismatch bei Lebendspendernieren: Erhöhte Gefahr einer Abstoßung

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Laut einer US-amerikanischen Studie kann bei Lebendspendernieren eine HLA-DQαβ-Allel-Fehlpaarung eine Allotransplantatabstoßung voraussagen, selbst wenn die HLA-DR-Antigen-Fehlpaarung kontrolliert wird.

Eine fehlende Übereinstimmung des Human-Leukocyte-Antigen-DQ-Isotyp (HLA-DQ) bei Lebendspendernieren- Allotransplantaten wurde in früheren Studien als Vorhersagewert für eine De-novo-Bildung von spenderspezifischen HLA-Antikörpern und Antikörper-vermittelte Abstosung identifiziert.

Amerikanische Wissenschaftler fanden nun heraus, dass eine HLA-DQαβ-Allel-Fehlpaarung eine Allotransplantatabstoßung voraussagt, selbst wenn die HLA-DR-Antigen-Fehlpaarung kontrolliert wird. Beide sind unabhängig voneinander mit einem erhöhten Risiko eines Transplantatversagens oder einer Transplantatabstoßung bei erwachsenen Lebendspendernierenempfängern assoziiert. Die neuen Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Transplantation“ veröffentlicht.

Angesichts der hohen Krankheitslast, die durch die Bildung von HLA-DQ-Antikörpern entsteht, schlagen die Experten vor, dass HLA-DQαβ bei der Spenderauswahl gegenüber HLA-DR bevorzugt werden sollte.

Antikörper untersucht

Die Forscher führten eine retrospektive longitudinale Kohortenstudie mit 3916 Spender-Empfänger-Paaren durch. Es handelte sich um erwachsene Lebendspender-Nierentransplantatempfänger aus elf Zentren in den Vereinigten Staaten, für die eine HLA-Typisierung vorlag. Die Empfänger waren im Median 51 (38–61) Jahre alt, in erster Linie unsensibilisiert. 74,5 Prozent der Kohorte wiesen null Prozent berechnete Panel-reaktive Antikörper auf, und 60,4 Prozent waren privat versichert. Dann quantifizierten die Experten die HLA-DQαβ- Heterodimer-Allel-Mismatches für alle Spender-Empfänger-Paare. Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 5,86 Jahre.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass das HLA-DQαβ-Allel und die HLA-DR-Antigen-Fehlpaarung jeweils einzeln mit einem erhöhten Risiko für Transplantatversagen, todeszensiertes Transplantatversagen und Abstoßung assoziiert waren. Das Vorhandensein von zwei HLA-DQαβ-Allel-Fehlanpassungen erhöhte das Risiko einer Abstoßung weiter, selbst wenn die HLA-DR-Fehlanpassung kontrolliert wurde.

(jh)