Hummel-Challenge 2026: Hummeln per App melden19. März 2026 Eine Gartenhummel-Königin (Bombus hortorum agg.) an einer Weidenblüte (Salix sp.). Foto: © Jann Wübbenhorst Vom 20. März bis zum 9. April können Bürger wieder Hummeln fotografieren und ans Thünen-Institut melden. Die Hummel-Challenge nutzt das Potential von Vielen, um Vielfalt und Verbreitung von Hummelarten in Deutschland zu erfassen. In den vergangenen Jahren hat die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Forschung zu einer Reihe wichtiger Entdeckungen geführt. Seltene Arten wie die Mooshummel an der Nordseeküste, die Eisenhuthummel und die Pyrenäenhummel im Alpenraum konnten so nachgewiesen werden. Noch bedeutender war die Dokumentation der Tonerdhummel im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, die damit erstmals in Deutschland nachgewiesen wurde. „Wir sind sehr gespannt, welche Hummel-Schätze die Bürgerinnen und Bürger in diesem Jahr finden“, sagt Dr. Sophie Ogan, Projektverantwortliche für die Hummel-Challenge am Thünen-Institut.Das Team des Wildbienen-Monitorings in Agrarlandschaften am Thünen-Institut richtet die Mitmach-Aktion deutschlandweit in Kooperation mit dem BUND Naturschutz Bayern aus. „Frühlingszeit ist Königinnenzeit. Jetzt im Frühjahr sind vor allem die Hummelköniginnen unterwegs, die haben es aber oft nicht leicht“, erklärt Martina Gehret, Projektverantwortliche beim BUND Naturschutz Bayern, und ergänzt: „Kühles und nasses Wetter sowie ein geringes Blüten- und damit Nahrungsangebot machen den Start ins Jahr für die Königinnen zu einer echten Herausforderung.“ Keine Artenkenntnis nötig: Jede und jeder kann mitmachen Ob mit Vorkenntnissen oder ohne: Bei der Hummel-Challenge kann jede und jeder mitmachen. Alles, was es braucht, ist ein Smartphone. Einfach die kostenlose App ObsIdentify herunterladen, einen Benutzeraccount anlegen und draußen in der Natur möglichst viele verschiedene Hummeln fotografieren. Artenkenntnisse sind nicht erforderlich, denn eine integrierte KI bestimmt die Hummeln anhand der Fotos. Zusätzlich prüfen erfahrene Hummel-Expertinnen und -Experten die Meldungen. Hummeln in der Natur finden und fotografieren Die besten Chancen, verschiedene Hummelarten zu entdecken, haben Hummelsuchende dort, wo viele verschiedene Blütenpflanzen zu finden sind. Dr. Sophie Ogan beschreibt, wie gute Fotos von Hummeln gelingen: „Am einfachsten lassen sich Hummeln beim Blütenbesuch fotografieren. Beim Sammeln von Pollen und Nektar halten sie einen Moment kurz still. Wichtig ist, dass die Hummel vollständig und scharf abgebildet ist. Für die Forschung besonders wertvoll ist es, wenn auch die Pflanze erkennbar ist, auf der das Tier sitzt.“ Ein besonders wichtiger Hinweis gilt dem Schutz der Tiere: Hummeln sind gesetzlich geschützt und dürfen weder gestört noch gefangen oder gar getötet werden! Datengrundlage für die Forschung Hummeln gehören zu den wichtigsten Bestäubern unserer Agrarlandschaften und vieler Wildpflanzen. Die Fotos der Hummel-Challenge liefern deshalb eine bedeutende Datengrundlage für die Wissenschaft „Wir wünschen uns, dass möglichst viele Interessierte mitmachen und so dabei helfen, das Wissen über Hummeln zu vergrößern“, sagt Martina Gehret.Bürgerinnen und Bürger, die Interesse haben, sich über die Challenge hinaus für Hummeln zu engagieren, können sich zusätzlich für das Wildbienen-Monitoring des Thünen-Instituts anmelden. Im Projekt haben Ehrenamtliche die Möglichkeit, einen Beitrag zur Forschung zu leisten und zugleich ihr eigenes Wissen über Wildbienen zu vertiefen. Das Wildbienen-Monitoring ist Teil des Verbundprojektes MonViA, dem bundesweiten Monitoring der biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften.Die Hummel-Challenge findet zweimal im Jahr statt: im Frühjahr vom 20. März bis zum 9. April und im Sommer vom 20. Juni bis zum 3. Juli. Von März bis April stehen die Frühjahrsblüher im Fokus. Weitere Informationen: Hummel-Challenge
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