In der 2. Auflage: NVL Chronische Herzinsuffizienz veröffentlicht13. September 2017 Bild: © fotodo – fotolia.com Ab sofort steht die 2. Auflage der Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) Chronische Herzinsuffizienz zum kostenlosen Download zur Verfügung. Chronische Herzinsuffizienz ist eine der wichtigsten Volkskrankheiten in Deutschland, der häufigste Grund für Klinikeinweisungen und eine der häufigsten Todesursachen. Die NVL Chronische Herzinsuffizienz will dazu beitragen, die Versorgung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz zu verbessern. Hierzu gehören verlässliche Definitionen des Notwendigen und Angemessenen in Diagnostik und Therapie. Aber auch die Koordination aller an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen wie Ärzten, Apothekern und Pflegenden ist entscheidend, da insbesondere Patienten mit Herzinsuffizienz oft schon älter sind und an mehreren Begleiterkrankungen leiden. An der Erstellung der 2. Auflage der NVL Chronische Herzinsuffizienz waren Vertreter von 17 Fachgesellschaften und Organisationen beteiligt. Zwischen Oktober 2015 und August 2017 wurden die Kapitel „Medikamentöse Therapie“, „Invasive Therapie“ sowie „Versorgungskoordination“ komplett überarbeitet. Im Fokus standen dabei unter anderem das neue Medikament Sacubitril/Valsartan, die Implantation von Schrittmachern und Defibrillatoren sowie strukturierte Versorgungsprogramme. Um die behandelnden Ärzte in der Beratung der Patienten zu unterstützen, enthält die NVL zusätzlich Patientenmaterialien für spezifische Entscheidungs- oder Informationssituationen. Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien steht unter der Trägerschaft von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Mit der Durchführung wurde das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin beauftragt. Das NVL-Programm zielt auf die Entwicklung und Implementierung versorgungsbereichsübergreifender Leitlinien zu ausgesuchten Erkrankungen hoher Prävalenz unter Berücksichtigung der Methoden der evidenzbasierten Medizin. Insbesondere sind Nationale VersorgungsLeitlinien inhaltliche Grundlage für die Ausgestaltung von Konzepten der strukturierten und integrierten Versorgung.
Mehr erfahren zu: "Herzinfarktverdacht: Wie schnell ist eine sichere Diagnose möglich?" Herzinfarktverdacht: Wie schnell ist eine sichere Diagnose möglich? Wie schnell lässt sich bei Menschen mit akutem Brustschmerz sicher feststellen, ob ein Herzinfarkt vorliegt? Mit dieser Frage beschäftigen sich zwei Forschungsarbeiten, deren Ergebnisse beim Kongress der Europäischen Gesellschaft für […]
Mehr erfahren zu: "Waldbrandrauch erhöht Schlaganfallrisiko bei Senioren deutlicher als Feinstaub aus anderen Quellen" Waldbrandrauch erhöht Schlaganfallrisiko bei Senioren deutlicher als Feinstaub aus anderen Quellen Eine aktuelle nationale Kohortenstudie an rund 25 Millionen Medicare-Versicherten aus den USA zeigt, dass eine langfristige Exposition gegenüber Feinstaub der Partikelgröße PM2,5 aus Waldbränden mit einem signifikant erhöhten Schlaganfallrisiko bei […]
Mehr erfahren zu: "Typ-2-Diabetes: Statine sind mit einem geringeren Demenzrisiko assoziiert" Typ-2-Diabetes: Statine sind mit einem geringeren Demenzrisiko assoziiert Der frühe Beginn einer Statintherapie nach der Diagnose eines Typ-2-Diabetes ist mit einem geringeren Demenzrisiko assoziiert; dies ergab eine Studie, die auf dem ESC-Kongress 2026 vorgestellt und in der Fachzeitschrift […]