Jahrelanger Bluthochdruck erhöht Schlaganfallrisiko5. August 2024 Jahrelanger Bluthochdruck erhöht das Risiko für ischämische und intrazerebrale hämorrhagische Schlaganfälle. Symbolfoto: ©AnnaStills/stock.adobe.com Eine neue US-Studie unterstreicht die Bedeutung einer frühzeitigen Diagnose und einer nachhaltigen Kontrolle des Bluthochdrucks. Es ist bekannt, dass hoher Blutdruck das Schlaganfallrisiko einer Person erhöht. Eine von Wissenschaftlern der University of Michigan (USA) geleitete Studie untersuchte nun die kumulativen Auswirkungen eines jahrelangen hohen systolischen Blutdrucks. Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass ein höherer Durchschnittswert im Erwachsenenalter mit einem größeren Risiko für die beiden häufigsten Schlaganfallarten verbunden ist. In der Studie, die in „JAMA Network Open“ veröffentlicht wurde, wurde der durchschnittliche systolische Blutdruck Jahre vor dem ersten Schlaganfall bei fast 40.000 Personen untersucht, die 18 Jahre oder älter waren und keinen Schlaganfall in der Vorgeschichte hatten. Gegenstand der Untersuchung waren sowohl ischämische Schlaganfälle als auch intrazerebrale Blutungen und Subarachnoidalblutungen. Erstautorin Dr. Deborah A. Levine, Professorin für Innere Medizin und Neurologie an der University of Michigan Medical School, und Kollegen fanden heraus, dass ein mittlerer systolischer Blutdruck, der zehn mmHg über dem Durchschnitt liegt, mit einem um 20 Prozent höheren Risiko für einen Schlaganfall insgesamt und für einen ischämischen Schlaganfall sowie mit einem um 31 Prozent höheren Risiko für eine intrazerebrale Blutung verbunden ist. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine frühzeitige Diagnose und eine nachhaltige Kontrolle des Bluthochdrucks über die gesamte Lebensspanne von entscheidender Bedeutung sind, um Schlaganfälle, ischämische Schlaganfälle und intrazerebrale Blutungen zu verhindern“, betont Levine. Dies sei insbesondere bei schwarzen und hispanischen Patienten wichtig, bei denen ein unkontrollierter Bluthochdruck wahrscheinlicher ist als bei weißen Patienten. Bluthochdruck erhöht Schlaganfallrisiko unabhängig von der Ethnie Die Aufschlüsselung nach Ethnie und Herkunft war eine weitere Zielsetzung der Studie. Demnach hatten schwarze Patienten in der Untersuchung ein 20 Prozent höheres Risiko für einen ischämischen Schlaganfall und ein 67 Prozent höheres Risiko für eine intrazerebrale Blutung als weiße Patienten. Hispanische Patienten wiesen im Vergleich zu weißen Patienten sogar ein um 281 Prozent höheres Risiko für eine Subarachnoidalblutung auf, jedoch nicht für eine andere Schlaganfallart. Trotz des ermittelten höheren Schlaganfallrisiko bei schwarzen und hispanischen Patienten fanden die Forscher kaum Hinweise darauf, dass Ethnie und Herkunft den Zusammenhang zwischen dem kumulativen systolischen Blutdruck und der Art des Schlaganfalls, von dem ein Patient betroffen war, beeinflussten. „Diese Ergebnisse legen nahe, dass Ärzte unabhängig von der Ethnie ihrer Patienten die Kontrolle des Blutdrucks als Mittel zur Schlaganfallprävention in den Vordergrund stellen sollten“, so das Fazit der Studienautoren. (ah)
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