Jugendliche Raucher haben ein höheres Risiko für Depressionen24. Juli 2025 Jugendliche, die zu Zigaretten oder Vapes greifen, berichten eher von psychischen Problemen. (Foto: © Solid photos – stock.adobe.cm) Jugendliche, die entweder E-Zigaretten oder herkömmliche Tabakprodukte (CTP) wie Zigaretten, Zigarren, Wasserpfeifen und Pfeifen konsumieren, berichten deutlich häufiger über Symptome von Depressionen und Angstzuständen als Teenager, die überhaupt keine Tabakprodukte konsumieren. Das geht aus einer Studie hervor, die in „PLOS Mental Health“ veröffentlicht wurde. Es ist bekannt, dass Tabakkonsum und psychische Probleme in einer komplexen, wechselseitigen Beziehung stehen. Das Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Tabakkonsum und psychischer Gesundheit bei Jugendlichen ist besonders wichtig, da die Pubertät eine kritische Entwicklungsphase ist, in der viele gesundheitsgefährdende Verhaltensweisen ihren Anfang nehmen. Darüber hinaus nehmen Angstzustände, Depressionen und Selbstmordraten bei Jugendlichen in den USA zu, und es gibt veränderte Muster beim Tabakkonsum. In der neuen Studie verwendeten die Forscher Daten zum Tabakkonsum, zu Depressionen und Angstsymptomen verschiedener Bevölkerungsgruppen aus der National Youth Tobacco Survey 2021–2023. Von den 60.072 Mittel- und Oberschülern, die alle Fragebögen vollständig ausgefüllt hatten, hatten 21,37 Prozent Tabakprodukte konsumiert, wobei 9,94 Prozent ausschließlich E-Zigaretten, 3,61 Prozent ausschließlich CTPs und 7,80 Prozent beides konsumierten. Insgesamt gaben 25,21 Prozent der Befragten Symptome im Zusammenhang mit Depressionen und 29,55 Prozent Angstsymptome an. Im Vergleich zu Jugendlichen, die keine Tabakprodukte konsumiert hatten, wiesen Nutzer von E-Zigaretten oder CTPs ein potenziell erhöhtes Risiko für Depressionen und Angstzustände auf, während diejenigen, die sowohl CTPs als auch E-Zigaretten konsumierten, die höchste Wahrscheinlichkeit hatten, psychische Probleme zu berichten. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass „zwar keine Kausalität festgestellt werden kann, die Ergebnisse dieser Studie jedoch zeigen, dass alle Formen des Tabakkonsums signifikant mit psychischen Problemen verbunden sind. Es ist notwendig, die psychische Gesundheitsförderung weiter voranzutreiben und maßgeschneiderte Maßnahmen zur Bekämpfung aller Formen des Tabakkonsums bei Jugendlichen umzusetzen“. (BIERMANN/ej)
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