Jugendliche und CPAP-Therapie: Höhere Adhärenz, weniger Schlafstörungen

Die Adhärenz in Bezug auf eine Therapie mit kontinuierlichem positivem Atemwegsdruck (continuous positive airway pressure [CPAP]) ist bei jungen Menschen offenbar mit positiven Veränderungen in Bereichen der Lebensqualität assoziiert, die spezifisch für das Obstruktive-Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) sind.

Das geht aus einer Studie hervor, die amerikanische Wissenschaftler kürzlich in der Zeitschrift „Behavioral Sleep Medicine“ publiziert haben. Für die weitere Forschung ebenso wie für die klinische Arbeit werde es von großer Bedeutung sein, Strategien zur Verbesserung der CPAP-Adhärenz in dieser Patientengruppe zu untersuchen. Denn diese stelle erfahrungsgemäß bei den meisten jungen Menschen ein Hindernis beim Erreichen eines zufriedenstellenden Therapieerfolges dar, schreiben die Studienautoren.
Die Wissenschaftler rekrutierten für ihre Untersuchung 42 Paare aus je einem jungen OSAS-Patienten (8–16 Jahre) und dessen Bezugsperson, bei denen eine CPAP Teil des Therapieplanes war.

Nach der Diagnose eines OSAS, das mittels CPAP behandelt werden muss, füllten die Bezugspersonen bzw. Erziehungsberechtigten einen Fragebogen aus, der die OSAS-spezifische Lebensqualität der Betroffenen beschrieb. Bei den dabei ermittelten Breichen der Lebensqualität handelte es sich um gestörten Schlaf, körperliche Symptome, emotionaler Druck, das Funktionieren am Tag und Sorgen der Bezugsperson.

Nach einer standardmäßigen CPAP-Versorgung für 3 Monate füllten die Bezugspersonen die Fragebögen erneut aus. Informationen über die Therapieadhärenz erhielten die Studienautoren übr die Auswertung der in den CPAP-Geräten befindlichen Smartcards.
Eine gute Therapieadhärenz bei der CPAP bewiesen 15 der jungen Patienten, 10 hingegen waren nicht adhärent. Diejenigen, die sich an die Therapievorgaben gehalten hatten, zeigten deutliche Veränderungen in 2 Bereichen der OSAS-spezifischen Lebensqualität im Vergleich zu den nicht adhärenten Patienten: Sie klagten weniger über Schlafstörungen und die Bezugspersonen machten sich weniger Sorgen.

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