Kampf gegen Sepsis ist essenziell für die globale nachhaltige Entwicklung14. Oktober 2024 Symbolfoto: ©wladimir1804/stock.adobe.com Die Hamburg Sustainability Conference am 7. und 8. Oktober 2024 brachte Akteure aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen, um Lösungen für globale Herausforderungen zu diskutieren. Die Sepsis Stiftung blickt auf die erste Hamburg Sustainability Conference (HSC), die am 7. und 8. Oktober 2024 stattfand und Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft sowie internationale Organisationen zusammenbrachte, um Lösungen für die drängendsten Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln. Eine bezahlbare, verlässliche Gesundheitsversorgung ist ein Basis-Pfeiler der globalen Entwicklung. „Angesichts des immensen menschlichen Leids, der weitreichenden volkswirtschaftlichen Einbußen aufgrund von Sepsis und ihren Folgeschäden ist klar: Ein effizientes Gesundheitswesen und das Erreichen der Sustainable Development Goals (SDGs) ist nur mit einer tragfähigen und nachdrücklich verfolgten Strategie gegen Sepsis zu erreichen“, sagte Prof. Konrad Reinhart, Vorsitzender der Sepsis Stiftung mit Blick auf die Konferenz. Achim Steiner, der Administrator des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) und Unterstützer der Global Agenda for Sepsis 2030, eröffnete gemeinsam mit Bundeskanzler Olaf Scholz und Hamburgs Erstem Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher. Bereits beim 4. World Sepsis Congress im April 2023 sagte er: „Tackling sepsis is crucial to achieve the sustainable development goals (SDGs)“, und betonte, dass die Reduzierung von Kindersterblichkeit, die Verbesserung der Gesundheitsversorgung und die Erreichung einer universellen Gesundheitsversorgung entscheidende Aspekte der Sepsisbekämpfung sind. Außerdem betonte er, dass die Bekämpfung von Sepsis eine globale Aufgabe ist und unterstrich die große Bedeutung von Forschung, Technologie und Innovation, um die Krankheit zu bekämpfen. Dabei sprach er sich für eine Stärkung der globalen Zusammenarbeit aus. Er lobt die Bemühungen der Global Sepsis Alliance und appelliert an die Welt, die wichtigen Lektionen, die man aus der Bekämpfung der Sepsis gelernt hat, ernst zu nehmen. Auch für die Sepsis Stiftung liegt ein besonderes Augenmerk auf der Schnittstelle zwischen globaler Gesundheit und nachhaltiger Entwicklung. In der Global Agenda for Sepsis 2030 spielen die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) eine zentrale Rolle, insbesondere das Ziel, welches die Gesundheit und das Wohlergehen aller Menschen in den Mittelpunkt stellt. Die aktuelle Konferenz war eine wertvolle Gelegenheit, die Herausforderungen von Sepsis und anderen globalen Gesundheitsbedrohungen zur Erreichung der SDGs zu erörtern. „Als Mitinitiator Initiator der Welt Sepsis Tag Bewegung und einer der treibenden Kräfte für die Verabschiedung der WHO Sepsis Resolution 2017 setzt sich die Sepsis Stiftung seit vielen Jahren für ein Stärkung der internationalen Zusammenarbeit in Forschung, Prävention und Behandlung der Sepsis ein“, betont Reinhart. In Deutschland ist die Sepsissterblichkeit nicht nur bei Erwachsenen sondern auch in der Altersgruppe von null bis 19 Jahren bis zu doppelt so hoch wie in Schweden, Australien und den USA. Sepsis ist außerdem eine der drei Hauptursachen für die Müttersterblichkeit. Aus diesem Grund hat die Sepsis Stiftung zusammen mit dem Pädiatrischen Intensivmedizinischen Netzwerk der Medizinischen Hochschule Hannover, das Multi-Stakeholder Kids-Mum Projekt initiiert. Diesem Projekt haben sich inzwischen 15 medizinische Fachgesellschaften, der Hebammenverband und Betroffenenorganisationen angeschlossen. Für das Projekt hat das vom BMG aus Mitteln des Bundestages finanzierte Projekt „Deutschland erkennt Sepsis“ eine Anschubfinanzierung von 130.000 Euro zugesagt.
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