Kardiorenal-metabolisches Syndrom: Bereits leichte körperliche Aktivität verbessert Überlebenschancen

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Eine neue Studie ergab, dass Bewegung im Rahmen alltäglicher Aktivitäten mit einem geringeren Sterberisiko bei Erwachsenen mit kardiorenal-metabolischem Syndrom (CKM-Syndrom) verbunden ist.

Die Forschungsarbeit legt nahe, dass leichte körperliche Aktivität die häufigste Aktivitätsstufe darstellt und dass eine Steigerung der aktiven Zeit erhebliche gesundheitliche Vorteile mit sich bringen kann, insbesondere für Menschen ab Stadium 2 des CKM-Syndroms. Die CKM-Stadien reichen von 0 bis 4, wobei eine höhere Zahl ein höheres Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfall anzeigt.

Körperliche Aktivität, gesunde Ernährung und gegebenenfalls Medikamente werden empfohlen, um das Fortschreiten des CKM-Syndroms zu verlangsamen. Die US-Studienautoren weisen jedoch darauf hin, dass die in allgemeinen Leitlinien empfohlene moderate bis intensive körperliche Aktivität für Erwachsene mit fortgeschrittenem CKM-Syndrom möglicherweise nicht umsetzbar ist. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Journal of the American Heart Association“ veröffentlicht.

Aktivitätsdaten einer Woche

„Es gibt zunehmend Hinweise darauf, dass leichtere körperliche Aktivität wie Spazierengehen oder Gartenarbeit der Herzgesundheit zuträglich sein kann. Allerdings wurden die langfristigen Vorteile für Menschen mit Herzerkrankungen oder für Menschen mit einem hohen Risiko für Herzerkrankungen noch nicht untersucht“, erklärt Studienleiter Prof. Michael Fang.

Die US-Forscher nutzten Daten der Nationalen Gesundheits- und Ernährungsuntersuchung (NHANES) aus den Jahren 2003 bis 2006, in der Gesundheits- und Bewegungsdaten von rund 7200 Erwachsenen erhoben wurden. NHANES umfasst Informationen aus den körperlichen Untersuchungen der Teilnehmer, Blutproben und bis zu sieben Tage an Aktivitätsdaten, die mit Beschleunigungsmessern erfasst wurden. So ermittelten die Studienautoren, ob die körperliche Aktivität leicht, mäßig oder intensiv war. Die Forscher verglichen anschließend die Dauer leichter körperlicher Aktivität in den verschiedenen Stadien des CKM-Syndroms. Die Gesundheitsdaten der Teilnehmer bestimmten ihr jeweiliges CKM-Syndrom-Stadium.

Unterschätztes Potenzial

Die Forscher fanden heraus, dass leichte körperliche Aktivität in den Stadien 2, 3 und 4 des CKM-Syndroms signifikant mit einem geringeren Sterberisiko verbunden ist. Eine tägliche Steigerung der leichten körperlichen Aktivität um eine Stunde senkte das Sterberisiko über einen Zeitraum von 14 Jahren um 14 bis 20 Prozent. Außerdem beobachteten die Wissenschaftler, dass eine längere Dauer leichter körperlicher Aktivität in höheren Stadien des CKM-Syndroms größere positive Effekte zeigt. So reduzierte beispielsweise eine Steigerung der Aktivität von 90 Minuten auf zwei Stunden pro Tag das Risiko in Stadium 2 um 2,2 Prozent, in Stadium 4 hingegen um 4,2 Prozent.

„Leichte körperliche Aktivität ist ein oft übersehenes Behandlungsinstrument, das die Herzgesundheit von Menschen mit CKM-Syndrom verbessern kann“, kommentiert Erstautor Joseph Sartini die Ergebnisse. „Gerade für Patienten in fortgeschrittenen Stadien des CKM-Syndroms sind die potenziellen gesundheitlichen Vorteile leichter Aktivität erheblich“, fügt er hinzu. „Wir wissen weniger über die gesundheitlichen Auswirkungen von Aktivitäten mit geringer Intensität als über die von intensiveren körperlichen Aktivitäten“, fügt Bethany Barone Gibbs von der AHA hinzu.

Einschränkungen der Studie

Eine Einschränkung der Studie besteht darin, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, betonen die Autoren. Daher könne sie lediglich Zusammenhänge aufzeigen, nicht aber Kausalzusammenhänge. Die Forschenden können keine Schlussfolgerungen darüber ziehen, ob vermehrte leichte körperliche Aktivität das Sterberisiko direkt senkt. Es ist auch möglich, dass Personen mit fortgeschritteneren Erkrankungen von vornherein ein höheres Sterberisiko aufwiesen und weniger leichte körperliche Aktivität zeigten.

(ri(/BIERMANN)